
Nach einer kleinen aber feinen Weihnachtsfeier wurden am Abend noch die letzten Sachen in den Koffer geräumt ehe das Taxi um 6.00 Uhr vor der Tür stand. Ab jetzt heißt es: Mundschutz tragen!
Mit dem Taxi ging es dann erst einmal zum Dortmunder Hauptbahnhof. Nach kurzer Wartezeit konnten wir dann in den ICE nach Frankfurt steigen, mit dem wir dann etwas über 2 Stunden unterwegs waren.
Der Flughafen war wieder gut voll. Von unserem letzten Flug nach Johannesburg hatten wir den Flughafen noch gespenstisch leer in Erinnerung. Heute dauerte es aber wieder etwas, ehe wir unsere Koffer am Aufgabeschalter loswerden konnten. Neben den Ausweisdokumenten wurden auch das Einreiseformular für die Dominikanische Republik und die Corona-Test-Ergebnisse kontrolliert. Nachdem das nun geschafft war, hieß es wieder anstehen. Dieses Mal für die Sicherheitskontrolle. Die Schlange war deutlich länger als sonst und so dauerte es ganz schön lange, ehe wir durch waren. Im Sicherheitsbereich deckten wir uns dann noch ein wenig mit Snacks und Getränken ein und nutzten die verbleibende Zeit zum Beine vertreten.

Nun war die Wartezeit geschafft, das Boarding begann. Wir flogen heute mit Condor. Dabei muss beachtet werden, dass es Decken (bei Tagflügen) nur gegen einen stolzen Preis von 6 Euro gibt. Auch das inklusive Entertainment-Paket ist mit 3 Filmen ziemlich mau. Weitere Filme gibt es für 9 Euro Aufpreis. Wir entschieden uns lieber zu lesen bzw. zu schlafen. Wie gewohnt gab es kurz nach Abflug eine warme Mahlzeit inklusive Getränk. Zusätzlich wurden kleine Wasserflaschen verteilt, da der Service coronabedingt seltener angeboten wird.
Endlich waren die 10,5 Stunden Flug geschafft und wir stiegen in La Romana aus dem Flugzeug aus. Der Flughafen La Romana ist auf Kreuzfahrtschiffe spezialisiert und so mussten wir uns nicht um Einreiseformalitäten und Gepäck kümmern. Stattdessen ging es direkt vom Flugfeld durch eine kleine Tür im Zaun zu den Bussen. Sobald ein Bus voll besetzt war, fuhr er (nach ein paar kleinen Erklärungen) zum Hafen.
Am Hafen hatten wir Glück, denn vor uns standen kaum andere Reisende am Check In an. Neben den ganzen Dokumenten (Reisepass, Buchungsnummer, Einreiseformular La Romana, Corona-Test) wurde hier auch Fieber gemessen. Trotz hoher Luftfeuchtigkeit und ordentlicher Hitze (über 30 Grad) war alles im grünen Bereich. Schnell wurde noch ein Foto für die Bordkarte geknippst und nachdem wir diese erhalten haben, durften wir endlich aufs Schiff.

Da wir 2019 schon einmal von La Romana auf ein Schiff gingen, kannten wir uns aus und verzichteten auf die vielen Erinnerungsfotos, ignorierten den Duty Free Shop, durch den man hindurchgeführt wird und gingen direkt aufs Schiff.
Wir sind ja manchmal etwas geizig und wissen, dass wir die Kabine eigentlich nur zum Schlafen brauchen. Daher buchten wir nur eine Innenkabine. Das fehlende Tageslicht hat uns bei der letzten Kreuzfahrt auch überhaupt nicht gestört. Zum Wachwerden wird einfach der Fernseher mit einer der Webcams eingeschaltet und man sieht direkt, welches Wetter einen an Deck erwartet. Dieses Mal sind wir allerdings auf Deck 4 untergebracht worden. Unter uns gab es nur noch Crew Kabinen und das Hospital. Der Nachteil dieser Kabine: Wir hörten einige Crewdurchsagen und wurden beim Anlegen durch die Seitenstrahlruder frühzeitig geweckt. Auch sonst war die Geräuschkulisse eine andere als bei Tui vor zwei Jahren. Hier und da knackste immer mal eine der Trennwände.
Nun denn, jedenfalls machten wir zunächst noch einmal einen Coronatest. Dieser lag neben unserem Weihnachtsgeschenk, einer 0,3l Metall-Trinkflasche, auf dem Bett und war verpflichtend. Wir freuten uns über eine frische Dusche und luftigere Klamotten. Hierzu bietet es sich immer an, einen kleinen Handgepäck-Koffer mit ins Flugzeug zu nehmen. Den eigentlichen Koffer gibt es erst im Laufe des Abends direkt vor die Kabine geliefert. Vor allem aber freuten wir uns, nach nun insgesamt 17 Stunden endlich mal die Maske abzusetzen! Die Ohren waren schon ganz gereizt von den Trageriemen. Hier empfehlen wir eine andere Halterung für den Nacken mitzunehmen um immer mal zu wechseln.
Überraschend schnell wurden uns die großen Koffer vor die Kabine geliefert und wir begannen gleich mit dem Auspacken. Als André sich dann noch schnell rasieren wollte kam der Schock. Der elektrische Rasierapparat hat sich offenbar selbst eingeschaltet und den Akku leergezogen. Normalerweise übersteht der Rasierer 2 Wochen und so hatte André die Ladeplatine gar nicht erst mitgenommen. Bingo!
Wieder etwas frischer (aber André unrasiert) ging es nun zur Seenotrettungsübung. Da hat Corona auf Jedenfall mal etwas gutes bewirkt. Anstatt zu einer ganz bestimmten Uhrzeit mit allen anderen Reisenden zeitgleich an den Rettungsbooten zu stehen wird das Ganze nun in Kleingruppen deutlich flexibler gehalten. So dauert es auch nicht mehr so lange und wir konnten endlich Essen gehen.

Da wir uns auf dem Schiff noch nicht so richtig auskennen, nutzten wir das erste Restaurant was uns quasi über den Weg lief. Ich glaube, es war das Marktrestaurant, aber das war an dieser Stelle völlig egal. Hauptsache Essen! Wegen Corona muss man sich erst einen Tisch aussuchen (grüne Haken für frisch desinfiziert). Dann checkt der Kellner einen über die Bordkarte am Tisch ein, nimmt eine Getränkebestellung auf (hier ist leider keine Selbstbedienung mehr) und dann kann man durch die Speisenauswahl streifen und sich glücklicherweise selbst bedienen.
Nach einem kurz gehaltenen Essen erkundeten wir weiter das Schiff. Das erste Auslaufen wollten wir auf keinen Fall verpassen und die Müdigkeit fiel immer mehr über uns ein. Wir nutzten die Zeit noch am Infoschalter nach einem Ladegerät zu fragen, wurden aber vertröstet. So ging es dann irgendwann in die geöffnete Shoppingwelt um Rasierschaum und Einwegrasierer zu kaufen. Na das kann ja was werden.
Um 21 Uhr Ortszeit (deutscher Zeit also schon 3 Uhr nachts) war es dann endlich soweit. Wir nahmen uns unsere Cocktails und stellten uns an die Reling. Überraschend wenig andere Gäste standen mit uns am Pooldeck. Als dann der AIDA Auslaufsong bzw sind es ja eigentlich 2 ertönten, waren wir doch ein wenig enttäuscht. Wir sind von TUI den Grafen gewöhnt und da ist AIDA wesentlich ruhiger.
Demnach ging es nach den beiden Songs für uns dann auch direkt in die Kabine und ins Bett. Gute Nacht!