Jetlag bedingt war die Nacht relativ zeitig zu Ende und wir schauten uns das Pooldeck das erste Mal morgens um 5.00 Uhr an. Kein anderer Mensch war oben und es war noch stockdunkel. Also wieder auf die Kabine und versuchen weiter zu schlafen. Allerdings ist der Geräuschpegel in der Kabine ein anderer als wir es von der ersten Karibik-Fahrt kannten und so waren wir dennoch recht zeitig beim Frühstück.
Andrés erster Versuch mit dem Einwegrasierer darf aber nicht unerwähnt bleiben. Überall blutete er aus kleinen Schnittwunden. Das sah vielleicht schlimm aus.
Bevor wir uns nun an den Pool setzen konnten um in der Sonne zu entspannen, mussten wir dem Ausflugsschalter einen Besuch abstatten. Zum Einen wollten wir unseren Ausflug nach Chichen Itza in Mexiko um das Cenoten Baden erweitern und zum Anderen wurde unser Ausflug auf Jamaika zu den Dunns River Falls inklusive Reggae Hill leider abgesagt. Das Umbuchen auf die Cenoten war gar kein Problem und für Jamaika entschieden wir uns für die Kombination aus der Green Grotto Cave und den Dunns River Falls.
Gerade für Jamaika hatte uns Corona einen Strich durch unsere Planung gemacht, da es unsere Wunschkombination aus Dunns River Falls und Blue Hole nicht als Schiffsausflug gab und wir hier nur mit einem Schiffsausflug den Hafen verlassen dürfen. (Bubble-Prinzip).
Anschließend konnten wir uns endlich die Handtücher schnappen und zum Pooldeck gehen. Hier waren wir froh darüber, dass das Schiff auf dieser Reise nicht voll belegt war (ca. 60% Belegung) und wir ohne Probleme eine Liege ergattern konnten. Nur die Schattenplätze waren auch hier, wie bei unserer letzten Karibikkreuzfahrt, rar gesät.
Da die Sonne aber jetzt schon gut brannte besorgten wir uns schnell ein paar kühle Getränke und konnten es so in der Sonne halbwegs aushalten.

Um 11 Uhr kam dann aber der erste „Kulturschock“ für uns. Die Animateure haben eine halbe Stunde „Poolgarten“ gespielt. Während der lautstarken Moderationen war das Lesen der Urlaubslektüre nur schwer möglich. Direkt im Anschluß gab es dann für weitere 30 Minuten „Poolbrunch“. Heute Jerk-Chicken. Der DJ meinte, dass wirklich ALLE Gäste an der Party teilnehmen müssten und hat die dazugehörige Musik ordentlich aufgedreht. Notgedrungen legten wir die Bücher weg und nahmen am Brunch teil. Immerhin lecker 🙂 Unsere erste Kreuzfahrt war mit TUI-Mein Schiff. Hier gab es solch lautstarken Aktionen definitiv nicht.
Nachdem das ganze Spektakel endlich zu Ende war, meldeten sich aber unsere Bäuche und wir schauten mal ins Restaurant zum Mittagessen. Als Buffett-Restaurants gibt es das Markt- und das Weite Welt Restaurant. So ganz sind wir mit diesem Konzept aber nicht warm geworden. Gab es beispielsweise im Markt-Restaurant das bessere Fleisch, gab es aber im weite Weltrestaurant die besser geeignete Beilage. Oder das Essen passte in einem Restaurant, aber die Eissorten zum Dessert waren langweilig. So sind wir manchmal nur für das Dessert ins andere Restaurant gegangen… Wer uns nicht kennt, wir lieben Eis! Immer, überall und im Urlaub erst recht! Die neueren Schiffe der Flotte haben inzwischen teilweise eine Eisbar (gegen Aufpreis). Auf unserer alten kleinen Dame leider nicht. Und in diesem Punkt sind wir von TUI absolut verwöhnt worden. Auf der MS 2 gab es während des Mittag- und Abendessens immer 20 Sorten Eis zur Wahl inklusive der Sahnemaschine zum Selbstbedienen und zig verschiedene Toppings und außerhalb der Mahlzeiten noch eine Eisbar am Pooldeck. Dort konnten sogar Eisbecher bestellt werden…. Egal, zurück zu AIDA. Hier gab es maximal 3-4 Sorten pro Mahlzeit zur Auswahl.
Vollgefressen ging es für uns nun zurück ans Pooldeck. Schließlich war das ein anstrengender Akt 😉 Wir ergatterten 2 freie Liegen im Halbschatten und fühlten uns dort definitiv wohler als in der prallen Sonne. So konnten wir bei leckeren Getränken entspannt in den Nachmittag starten.
Schade, um 15:00 Uhr wurde es dann erneut laut. „Poolquiz mit Ihren Gastgebern“. Jeder der wollte konnte sich einen Zettel holen und bei Fragen zum Allgemeinwissen die richtige Antwort notieren. Für die Besten gab es am Ende einen kleinen Preis. Blöd nur, dass auch alle, die NICHT mitmachen wollen durch die Lautstärke der Moderation passiv teilnehmen müssen. Der ganze Quatsch dauerte dann auch eine geschlagene Stunde. Herrlich, diese Ruhe als es dann endlich vorbei war.
Nachdem sich die Sonne dann langsam verabschiedete ging es für uns wieder auf die Kabine. Nach einer frischen Dusche daddelten wir noch ein wenig mit den Smartphones und beschäftigten uns ein Weilchen mit der AIDA App. Alle Informationen zu gewählten Ausflügen (Treffpunkt, Uhrzeit, was wird empfohlen mitzunehmen…) erhält man ausschließlich über diese App. Ansonsten gibt es wenige aktuelle Infos. Dafür bekommt man jeden Abend die „AIDA Heute“ an die Kabinentür gebracht.

Es wurde langsam Zeit fürs Abendessen. Obwohl wir noch gar nicht so den Hunger hatten mussten wir ja auf Jedenfall mal schauen, was im Angebot ist und zack, natürlich haben wir wieder einiges gefunden was unbedingt probiert oder gegessen werden musste…
Nach einem letzten Drink an der Poolbar ging es dann für uns aber ins Bett. Der Jetlag liegt noch in den Knochen und wir wollten für unseren ersten Hafen fit und ausgeschlafen sein.