Heute schliefen wir endlich mal ein wenig länger. Kein Wunder, denn an einem Seetag ist die Gefahr etwas zu verpassen nicht allzu groß.
Der sonnige, aber recht windige Tag verging für uns am Pooldeck mit entspannter Urlaubslektüre. An der Bar hatten wir heute einen ersten kurzen Kontakt zu Antje und Marc bekommen. Ansonsten war es eher unspektakulär, man merkte, dass sich alle für die Silvesterfeier am Abend ausruhten.

Immerhin schenkte uns die Sonne noch einen besonders schönen und für dieses Jahr letzten Sonnenuntergang.
Langsam wurde es Abend. Beim Abendessen in den Buffettrestaurants war das Angebot auch relativ normal und es gab keine besondere Kleiderordnung. Kurze Hosen sind während der gesamten Reise am Abend glücklicherweise verboten. Von Tui kannten wir den Silvester-Abend etwas anders. Damals wurden wir vor dem Restaurant bereits mit einem Glas Sekt empfangen und alle Mitreisenden hatten sich deutlich schicker gekleidet. Uns hat das „Normale“ aber nicht sonderlich gestört und wir waren auf die Silvester-Feier am Abend gespannt.
Kurz nach dem Essen sicherten wir uns einen Tisch an der Poolbar. Mit der Zeit wurde es voller, aber unser großer Tisch blieb lange nur mit uns besetzt. Allmählich begann die Party und DJ Daniel und AIDA Favourite Lucy (was auch immer das genau bedeuten soll) beschallten das Deck durch die Lautsprecher in voller Lautstärke.
Irgendwann kamen Antje und Marc an die Bar und durch unseren flüchtigen Kontakt vom Nachmittag und Ermangelung weiterer freier Plätze, setzten sich die Beiden zu uns. Wir kamen schnell ins Gespräch und die Zeit verging wie im Flug. Einzig blöd war, dass man sich zum Unterhalten, auch direkt gegenübersitzend absolut anschreien musste. Die Lautsprecher dröhnten in einer unglaublichen Lautstärke.
Je später der Abend wurde, desto mehr Crewmitglieder gesellten sich zu uns aufs Pooldeck. Einige von Ihnen (vorwiegend sehr junge Deutsche) eroberten den Tisch direkt hinter uns. Dadurch wurde es um einiges lauter und wir bekamen mehr und mehr mit, wie hier Corona-Abstände missachtet werden. Die philippinischen Crewmitglieder verzogen sich lieber ein wenig zurück in eine ruhigere Ecke. Gegen 23:30 Uhr hatte dann der deutsche Teil der Crew offenbar den passenden Pegel um die Tanzfläche ein Deck tiefer zu erobern. Dadurch wurde es wieder etwas ruhiger, unterhalten war aber weiterhin sehr anstrengend.
Endlich war es so weit: Mitternacht! Willkommen 2022 🙂
Leider gab es keinerlei Feuerwerk an Bord. Und da wir vom Land viel zu weit entfernt waren, konnten wir auch woanders keinerlei Raketen sichten. Bei Mein Schiff vor 2 Jahren haben wir damals extra gestoppt, viele andere Schiffe haben sich um uns versammelt und wir haben an Deck ein eigenes Feuerwerk bekommen. Schade!
Als kostenfreies besonderes Extra gab es Pfannkuchen. Zusätzlich konnten Sekt- und Champagnerflaschen gegen Aufpreis erworben werden. Auch hier waren wir von Mein Schiff offenbar verwöhnt worden. Dort gab es nämlich ein sehr großes Silvesterbuffett am Pool mit Hummer, frischem Obst und einem riesengroßen Nachtischbuffett. Außerdem wurde die alte Jahreszahl als Eisskulptur in den Pool geworfen und die neue Jahreszahl aufgestellt. Desweiteren konnte man sich an dieser Zahl mit dem Kapitän fotografieren lassen. Bei AIDA gab es all das nicht. So erklärt sich dann auch der Preisunterschied der beiden Reedereien.
Gegen 3 Uhr war das Pooldeck schon deutlich leerer und die Musik war immer noch genauso laut. Wir verabschiedeten uns von Antje und Marc und gingen ins Bett. Schließlich brauchen wir für den 3. Seetag in Folge genug Energie 😉
