Nun war es soweit. Der Urlaub neigt sich dem Ende zu. Einerseits froh, die Reise tatsächlich komplett durchführen zu können. (Viele Kreuzfahrtschiffe mussten zeitgleich ihre Reisen abbrechen) Andererseits aber froh, dem Coronawahn und den ganzen Verheimlichungen endlich zu entkommen. Dennoch traurig, denn Urlaubsende heißt immer, die Arbeit ruft und die gemeinsame Freizeit wird wieder deutlich weniger. Vor allem, weil es in Deutschland tierisch kalt und regnerisch ist.
Obwohl unser Flug erst am Abend ging, konnten wir dennoch nicht so richtig ausschlafen. Wir hatten ein kurzes Zeitfenster, indem wir vom Schiff runter, zum Check-In im Hafen mussten. Hier galt es, seinen Koffer zu identifizieren und ein kleines Stück zum Abgabeschalter zu bringen. Zwischendurch gab es noch eine typische Haushalts-Personenwaage zum Kofferwiegen. Der Schalter glich dann dem am Flughafen. Die Papiere wurden kontrolliert, das Gepäck bekam Banderolen und die Bordkarten wurden ausgeteilt.
Anschließend konnten wir zurück aufs Schiff. Erstmal in Ruhe frühstücken. So ganz in Ruhe war es dann doch nicht. Viele Abreiser tummelten sich, teils schon mit Handgepäck, denn nicht alle Flüge gingen so spät zurück.
Wir holten unser Gepäck erst nach dem Frühstück von der Kabine. Diese wurde ab 11 Uhr gesperrt, damit sie für die Neuankömmlinge gereinigt werden kann.
Wir nahmen unsere warmen Klamotten im Handgepäck-Koffer einfach mit ans Pooldeck. Dort suchten wir uns ein ruhiges, schattiges Plätzchen. Auch Antje und Marc gesellten sich für die letzten Stunden noch einmal zu uns.
Gemeinsam ging es dann zum letzten Mittagessen, die beiden (natürlich mit Tochter) wurden kurz danach zum Flughafen gebracht. Wir hatten noch etwas mehr Zeit und legten uns nach dem Abschied erneut ans Pooldeck. Achso, die Koffer haben wir einfach mit ins Restaurant genommen und neben unseren Tisch gestellt.
Als auch unsere Fahrt zum Flughafen näher rückte, machten wir uns an der Pooldusche noch einmal etwas frisch, ehe wir uns in die langen Jeans quälten. Nach 2 Wochen und bei der Wärme nicht ganz so angenehm. Die Handtücher wurden noch einmal abgegeben und dann ging es langsam vom Schiff runter.
Wir mussten den Berg zum Hafenausgang alleine bewältigen und wurden dann wieder in große Reisebusse geteilt. Die Fahrt zum Flughafen dauert vielleicht 15-20 Minuten.
Dort ist es dann etwas chaotischer. Der Flughafen ist wirklich klein und die Schlange für die Sicherheitskontrolle reicht meistens bis Draußen. Da die Kontrollen aber eher lasch sind (Tabletts und Technik müssen nicht ausgepackt werden, Schuhe aber schon) geht es deutlich schneller als z.B. in Deutschland.
Hinter der Sicherheitskontrolle gibt es dann nur eine große Wartehalle. Demnach ist es auch hier immer gut voll und laut. Es gibt noch ein paar kleine Läden (Duty Free und Getränke/Snacks). Wir bevorzugten aber die geräumige Terrasse. Zum Einen kann man von hier besser den startenden und landenden Flugzeugen zusehen und zum anderen, war hier keine Maskenpflicht an den Tischen.
Wir winkten noch dem Flugzeug von Antje und Marc nach Düsseldorf und nutzten die Wartezeit indem wir uns durch das Flughafen-Wlan bei der Bundesregierung als Reiserückkehrer anmeldeten. Mit dem QR Code der vollständigen Impfung hatten wir keine Qurantäne zu befürchten.
Irgendwann war dann auch unser Flugzeug zum Einsteigen bereit und es ging direkt aufs Rollfeld. Es war schon dunkel als wir dann endlich abhoben. Der Vorteil des Nachtflugs, man schläft automatisch besser als bei Tagflügen und die Zeit vergeht ein kleines bisschen schneller. Dieses Mal gab es sogar Decken kostenfrei auf den Sitzen.
Wir hofften auf einen schnellen Flug, denn durch gute Winde sollte der Flug eine Stunde kürzer sein. Zudem hofften wir, dass keine Coronapositiven in unserem unmittelbaren Umfeld sitzen.
Tatsächlich landeten wir eine Stunde eher als geplant. Wir freuten uns darüber sehr, schließlich müssen wir noch mit dem Zug von Frankfurt nach Dortmund und morgen früh um 7 heißt es wieder „Arbeitsbeginn“. Mit der Zeitverschiebung bestimmt kein Zuckerschlecken. Das es erst sonntags zurück geht hatten wir bei der Buchung irgendwie verpeilt…
Bis wir aus dem Flugzeug durften, dauerte es jedoch ein Weilchen. Wir saßen relativ weit hinten und seit Corona darf immer nur Reihe für Reihe ausgestiegen werden. Was ein Blödsinn.
Die Einreisekontrolle ging zum Glück dann fix und auch am Kofferband mussten wir nicht ewig warten. Auf dem Weg zum Flughafen-Bahnhof checkten wir die möglichen Verbindungen und mit die nächste war tatsächlich ohne Umsteigen.
Wir hatten noch eine kurze Wartezeit am eiskalten Gleis ehe wir endlich in den warmen Zug steigen konnten. Im Gegensatz zu unserer letzten Reise mussten wir dieses Mal aber nicht warten, dass der Zug erst von mehreren Polizeibeamten nach verdächtigen Personen durchsucht wurde, ehe wir einsteigen durften. Scheint ja zu laufen.
Von wegen laufen, zu früh gefreut. Bis Köln Messe-Deutz lief alles planmäßig. Dann aber ließen sich die Türen des Zugs nicht verschließen und es musste ein Techniker kommen. Hier haben wir dann sogar etwas über eine Stunde gestanden, ehe es endlich weiter ging. Tja, das war dann die Stunde früher landen…
Wir mussten immer mehr gegen die Müdigkeit ankämpfen und waren froh, als wir in Dortmund endlich aussteigen durften. Zum Coronaschutz ließen wir uns dieses Mal nicht abholen sondern stiegen ins Taxi nach Hause.
Endlich Maske absetzen, was für eine Erlösung.
Zu Hause wurden dann erstmal die Heizungen hoch gedreht. Wir erfreuten uns einer frischen Dusche und begannen mit der Nahrungszubereitung. Jetzt ist die schöne Zeit der fertigen Buffetts ja leider wieder vorbei.
Wir fuhren noch zu einer Coronateststelle und erhielten beide negative Ergebnisse. Zum Glück!
Den Rest des Tages versuchten wir uns dann mit kleinen Aufgaben irgendwie wachzuhalten, um den Jetlag möglichst schnell zu bekämpfen. Ich finde ja, egal in welche Richtung man fliegt, zu Hause ist es immer am schlimmsten. Im Urlaub erwarten einen viele neue Eindrücke und der Tag ist deutlich entspannter als der normale Alltagswahnsinn.
KURZES FAZIT
Auch in den nächsten Tagen ließen wir uns regelmäßig testen. Offenbar haben wir die Reise wirklich coronafrei überstanden, obwohl auch unsere Coronawarn-App für alle Tage einschließlich Rückflug noch rote Warnungen ausspuckte. Von Antje erfuhren wir ein paar Tage später, dass deren Tochter in der Schule positiv getestet wurde. Danke AIDA für Eure fehlende Kommunikation. Auf vielen Ausflügen missachteten viele Mitreisenden die Maskenpflicht in den Fahrzeugen. Vielleicht hätten sie sich anders verhalten, wenn ihr ehrlicher mit dem Thema umgegangen wärd. Selbst im Restaurant haben wir zwischenzeitlich einen Herrn ohne Maske gesehen. Vielleicht hat er sie einfach nur vergessen, beim Nachholen aufzusetzen, aber dass das Personal nichts dazu sagt, fanden wir schon heftig. Für uns heißt es, auch wegen dem ganzen Animationsgetöse am Pooldeck, eher nicht „Auf AIDAsehen“.
Danke fürs Lesen des Blogs und bis zum nächsten Urlaub 🙂