Schon lange hatten wir einen Urlaub auf den britischen Kanalinseln ins Auge gefasst. Allerdings waren uns zwei Wochen im Herbst immer zu viel und zwischendurch ein langes Wochenende zu wenig. Nun passte es dieses Mal, dass wir nur eine Woche Urlaub hatten und so schauten wir nach Fährverbindungen. Mit einer Woche passte es perfekt, um eine kleine Rundreise daraus zu machen. Wir buchten die Fähren Saint Malo-Jersey, Jersey-Guernsey, Guernsey-Sark (als Tagesausflug) und Guernsey-Saint Malo über http://Directferries.com. Da die Saison endet, fahren die Fähren nicht mehr täglich, aber es sollte genau passen, dass wir Samstag Nachmittag wieder zurück in Saint Malo sind.
Wir entschieden uns übrigens, dass Auto in Saint Malo stehen zu lassen und die Inseln zu Fuß, mit dem Rad und Öffis zu erkunden. Die 2 kleineren Koffer waren gestern Abend noch fix gepackt. Wobei die Kleiderwahl doch etwas schwierig war. In Deutschland ist kein wirkliches Herbstwetter, es ist viel zu warm und trocken. Wird es auf den Inseln die nächste Woche ähnlich sein? Wie windig wird es sein? Wir entschieden uns daher für das Zwiebellook-Prinzip und zur Not müssen wir vor Ort noch etwas nachkaufen ;-).
Gegen 8 Uhr starteten wir heute Morgen dann zu Hause. Zum Glück bemerkte ich noch VOR der Abfahrt, dass mein Portemonaie noch in der Wohnung liegt. Zur Sicherheit eine weitere Kreditkarte wäre nämlich schon ganz hilfreich.
Nachdem wir dann die ersten 70 Kilometer gefahren sind, fiel mir auf, dass meine Regenjacke noch zu Hause an der Garderobe hängt. Ups. Wir googelten nach einem Decathlon auf dem Weg. In Belgien wurden wir fündig und so wurde ein spontaner Zwischenstop eingebaut.
Hier gab es dann auch die passende Regenjacke und so sollte doch eigentlich Nichts mehr schief gehen.
Aller Guten Dinge sind ja bekanntlich 3 und so fiel uns passend zur Mittagszeit ein, dass die Kabanossis als Wegzehrung zu Hause im Kühlschrank liegen. Upps. Naja, zum Glück halten die sich ja ein Weilchen. Vor Ort werden wir bestimmt was Alternatives finden.

Nachdem wir ein paar Caches und kurze Pausen unterwegs gemacht hatten, sind wir gegen 18:15 Uhr in unserem Hotel in der Nähe des Mont Saint Michels angekommen. Wir hatten uns für eine Zwischenübernachtung entschieden, da die Fähre nach Jersey erst am Sonntag gegen 17 Uhr fährt und wir so noch etwas Zeit für eine Besichtigung dieses besonderen Bauwerks haben. Im Hotel „Les fleurs du Mont“ bei Frederick wurden wir herzlich auf französisch begrüßt. Endlich kann ich mich mal besser verständigen als André :-D. Das kleine, urige Hotel selbst, ist etwas in die Jahre gekommen und überall hängen Lampen viel zu niedrig. Trotzdem fühlen wir uns auf Anhieb wohl.

Dennoch legten wir nur schnell die Koffer ab und machten uns gleich auf den Weg zum Mont Saint Michel. Vielleicht schaffen wir es ja noch zum Sonnenuntergang. Die Parkgebühren belaufen sich nach 19 Uhr auf „nur noch“ 5,60 €. Immerhin gibt es einen kostenfreien Shuttlebus, der einen die 4 Kilometer zur Insel bringt. Mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages sind wir dann auch aus dem Bus ausgestiegen.

Nachdem wir einige schöne Fotos mit dem Abendrot gemacht hatten, schritten wir durch das Eingangstor in den Ort hinein. Hier erwarteten uns kleine enge Gassen mit jeder Menge gut gefüllter Restaurants. Die Gassen selbst waren allerdings recht leer und so konnten wir uns alles in Ruhe anschauen. So führte uns der Weg immer ein wenig bergauf zu einer kleinen Kirche. Natürlich wagten wir einen Blick hinein. Hier betete gerade eine Familie und so bekamen wir ein wenig die Atmosphäre zu spüren. Die Neugier auf die große Bastei wuchs. Diese war allerdings schon geschlossen, sodass wir sie uns morgen Vormittag im Hellen ansehen werden. Außerdem wird dann auch die Souvenirstraße geöffnet sein. Mal schauen, was es hier so alles gibt.

In Anbetracht der späten Uhrzeit wählten wir den kostenfreien Shuttlebus auch wieder zurück zum Auto und fuhren die kurvige Landstraße ca. 15 Minuten zurück zum Hotel.
Am Hotel konnten wir dann noch den herrlichen Sternenhimmel beobachten. Hier gibt es einfach viel viel weniger Lichtverschmutzung als bei uns zu Hause.
Nach einer warmen Dusche ging es dann aber fix ins Bett. Bon Nuit