Den Wecker hatten wir uns heute für 8 Uhr gestellt und mit Frederick halb 9 für’s Frühstück vereinbart. Als wir die Treppe hinunter gingen, duftete es schon lecker. Frederick hat sich als Gastgeber viel Mühe gegeben. Es gab verschiedene Brote, selbstgebackenen Kuchen, Crepes, Cornflakes und verschiedene selbstgemachte Marmeladen und frisch gepresste Säfte.
Nach diesem guten Frühstück machten wir uns nun erneut auf den Weg zum Mont Saint Michel. Es war noch überraschend leer.

Mit uns, quasi pünktlich zur Öffnung um 9:30 kam noch ein Chor oder Ähnliches an. Beim Betreten des Berges fingen sie an zu singen. Passend zur Stimmung. Allerdings Bogen sie dann zur Kirche ab und wir kraxelten dann alleine zum Kloster hoch.
Mit uns waren vorhin Asiaten im Shuttlebus, die schlagartig umdrehten und wieder zurück kamen. Wir waren verwundert, stellten uns aber für Tickets an. Wobei, der Schalter gar nicht wirklich besetzt war und einzelne Sicherheitsleute kontrollierten. Sind wir zu früh? Hätten wir vorab ein Ticket kaufen müssen? Eine französische Touristin klärte uns auf: Genau heute ist der Abschluss eines Musikfestivals und das Kloster daher nur mit besonderen Tickets besuchbar… Natürlich sind diese alle schon ausgebucht.
Sau ärgerlich! Warum schreibt man das nirgends sichtbar hin? So haben wir noch einmal 10 Euro fürs Parkticket investiert ohne was davon zu haben. Frustriert macht auch das Bummeln durch die Souvenirstraße keinen Spaß und wir sitzen schon bald im Pendelbus zurück.

Allerdings steigen wir dieses Mal in der Mitte bei den Hotels aus, besuchen dort den Staudamm, bummeln etwas und laufen dann entspannt zum Auto zurück. Gefühlt geht die Schranke am Parkplatz automatisch auf und wir fragen uns ob wir die Kosten hätten sparen können…
Hilft jetzt alles Nichts mehr und wir entscheiden, an der Küste entlang, Richtung Saint Malo zu fahren und anzuhalten, wenn uns etwas gefällt. Tatsächlich Halten wir zwischendurch und spazieren ein wenig am Strand entlang, aber wie immer, ist das Wasser eher weg als da.

In Saint Malo verschaffen wir uns erst einmal einen groben Überblick und lesen, dass hier ab dem nächsten Wochenende ein Festival, zum Segelwettbewerb als Alleinsegler nach Guadalupe zu kommen, startet.
In diesem Zusammenhang bekommen wir Zweifel, ob unser gewählter Parkplatz wohl sicher ist oder im Laufe der Woche noch gesperrt wird. Schilder konnten wir keine entdecken und so waren wir einfach Mal mutig.
Danach ging es dann erst einmal essen.
MC Donalds hat in Frankreich eine Kampagne gegen den Müll gestartet und verteilt vieles wie Gläser, Pommestüten und Nuggetpackungen nun als Mehrweg. Blöd nur, wenn alles kalt geliefert wird, aber das ist eine andere Sache.

Danach stellten wir unser Auto dann am Hafen ab und besichtigen die Altstadt. Auf der Stadtmauer kann man einmal komplett herum spazieren und einige tolle Ausblicke genießen. Es scheint zwar keine Sonne,aber es tröpfelt zumindest nur ganz leicht und das reicht uns für die Jahreszeit allemal.

Gegen 15 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Hafengebäude, vor unserem Geocaching Event wollten wir unsere Bordkarten ausgehändigt Bekommen. Upps, wir müssen unsere Koffer wie am Flughafen aufgeben. Das traf uns überraschend und so dauerte es einen Moment, ehe wir die Kofferanhänger ausgefüllt hatten. Die Dame am Schalter war schon leicht genervt obwohl niemand hinter uns wartete. Auch beim Koffer annehmen tat sich die gute Frau schwer um zu erklären, dass die Koffer gewogen werden müssen. Auch das noch. Zum Glück haben wir uns kurzfristig für zwei kleine Koffer entschieden und so sind wir niemals bei den erlaubten 25 Kilo angekommen. Zum Glück.

Danach ging es dann raus zum Event. Die Ersten waren schon da. Es fing genau jetzt an zu regnen und natürlich sprach keiner von ihnen Englisch. Es war eine anstrengende halbe Stunde und als wir unsere Unsicherheit zum Parkplatz bekannt gaben, fing eine lange Erklärung zum Bezahlen an. Dass der Platz bezahlt werden muss, wissen wir, aber bleibt er auch geöffnet? Die Frage ließ sich nicht klären und wir waren froh als die halbe Stunde vorbei war und wir ins Terminalgebäude verschwinden durften.
Dort musste erst geboardet werden und dann durch die Sicherheitskontrolle wie am Flughafen. Zum Glück haben wir für die Woche nichts Kompliziertes dabei und kamen ohne Probleme durch. Puh, damit haben wir nicht gerechnet…
Mit einem Pendelbus ging es dann die wenigen Meter zur Fähre. Au man, bei dem aktuellen Spritmangel hätte man uns das auch alle laufen lassen können! Nun sitzen wir auf jedenfall auf der Fähre die sogar ein wenig früher abgelegt hat und alle Welt rennt erst einmal zum Essen 🙈
Nachdem die Fähre angelegt hat, dauerte es einen Moment ehe wir Fußgänger vom Schiff durften. Immerhin waren aber schon alle Koffer auf dem Kofferband und so konnten wir das Terminalgebäude schnell verlassen.
Der ATM war natürlich außer Betrieb und da es bis zum Busbahnhof ein ganzes Stück zu laufen war, kam es dann auf die zwei weiteren Kilometer zum Hotel kaum mehr an… Blöd nur, dass es gut bergauf ging und wir eine steile Treppe überwinden mussten. Und natürlich waren wir gerade weit genug vom Bahnhof weg, als es ordentlich anfing zu regnen. So erreichten wir ziemlich durchnässt unser Hotel.
Nachdem wir eingecheckt hatten ging es auf’s Zimmer im ersten Stock. Allerdings einen langen sehr verwinkelten Weg lang und sogar wieder ein paar Stufen hinab. Nachdem uns der Aufzug in den ersten Stock bereits Angst eingejagt hatte, entschieden wir für den Rest des Urlaubs lieber die Treppe zu wählen.
Das Zimmer selbst ist ganz in Ordnung. Mit Badewanne, größer als erwartet, allerdings schon gut in die Jahre gekommen, wie man dem Teppich ansehen kann. Vielleicht kann mir Mal jemand erklären, wie die Briten das mit den Waschbecken regeln… Linker Hahn heiß, rechter Hahn kalt und dazwischen Recht viel Platz. Mischen ist so schlichtweg unmöglich.Wir schauten uns noch den Poolbereich an, entschieden uns für heute aber dagegen und gingen überraschend zeitig ins Bett.