Heute morgen konnten wir uns Zeit lassen. Unsere Fähre fährt erst um 14 Uhr und bis 10 Uhr können wir im Hotel bleiben.
Kurz nach 8 Uhr holten wir also unseren Frühstückskorb hinein und hatten danach noch genug Zeit die restlichen Dinge in die Koffer und Rücksäcke zu packen. Gar nicht so einfach, wenn man viel zu viele und große Mitbringesel kauft.
Nachdem alles erledigt war, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Fährhafen. Mit den Koffern wollten wir dann doch keine weiteren großen Ausflüge mehr machen. So kamen wir viel zu früh am Hafen an und waren eine ganze Weile die einzigen im Hafengebäude. Erst gegen 12:30 Uhr konnten wir dann unsere Koffer „einchecken“ wobei wir die dann noch selber in den nächsten Raum bringen mussten und die dann einfach am Rand abstellen sollten.
Das Hafengebäude war auch kleiner als die von Jersey und St. Malo und außer einem Café gab es nach dem Check in Nichts weiter. Der kleine Souvenirladen hatte natürlich außerhalb der Hauptsaison geschlossen. So waren wir froh, als wir endlich auf die Fähre konnten.
Bei der Überfahrt merkten wir dann aber, dass es die letzten Tage etwas stürmischer war und so schwankte das Schiff diesmal deutlich mehr. Zum Glück war es nicht so schlimm wie auf der Fähre von den Lofoten in Norwegen und wir haben keinen gesehen, der mit dem Schwanken ein Problem gehabt hat.
Trotzdem konnten wir es nicht abwarten wieder in Frankreich zu sein, war da doch immer noch das bange Gefühl, ob mit unserem Parkplatz alles gut gegangen ist.
Nachdem wir auch hier wieder sehr flott unsere Koffer in den Händen hatten, machten wir uns auch schnell auf den Weg zum Parkplatz. Schon auf dem Weg stellten wir fest, dass mehr Zelte aufgebaut wurden und auch viel mehr Leute unterwegs waren. Somit mussten wir uns auf den engen Wegen ganz schön durchschlängeln um zu unserem Parkplatz zu kommen.
Als wir dem Parkplatz immer näher kamen, nahm leider auch das flaue Gefühl immer mehr zu. André konnte nur sehen, dass dort wo unser Auto stand jetzt Überseecontainer stehen. Dabei hatten wir doch extra drauf geachtet ob bei unserer Anreise hier irgendwelche Schilder zu sehen sind. Wir stellten uns schon darauf ein bei der Polizei anzurufen um uns zu erkündigen, wohin unser Auto gebracht wurde, als ich plötzlich ein blaues Auto sah. Da hatten wir es zwar nicht abgestellt, aber das war eindeutig unser Auto, was da alleine auf dem großen Parkplatz stand.
Wir luden schnell unsere Koffer ein und wurden von übrigen Menschen schon komisch angeschaut. Standen wir doch auf einem Parkplatz, der gesperrt war. Natürlich mussten wir erstmal überprüfen, ob beim Umsetzen irgendwelche Schäden entstanden waren. Wir konnten aber keine entdecken.
Zum Glück funktionierte auch das Bezahlen am Automaten ohne Probleme und auch die Schranke öffnete sich für uns und wir konnten uns in den hier vorherrschenden Stau einreihen.
Je weiter wir uns aber vom Hafen entfernten umso weniger Autos waren unterwegs und wir waren froh, als wir die Autobahn erreicht hatten.
Mittlerweile war es aber schon kurz vor 18 Uhr und so dauerte es nicht mehr lange, bis wir eine Pause bei McDonald’s einlegten, um uns zu stärken. Anfangs hatten wir überlegt direkt nach Hause zu fahren.
Nach dem Stress heute, waren wir uns aber einig, dass uns das zu viel wird. Deshalb suchten wir uns kurzfristig ein Hotel und fanden auch ein sehr schönes Hotel nahe an unserer Route. Kurz vor 21 Uhr kamen wir dann am Hôtel Relais d’Étretat in Bolbec an.
Da hier scheinbar gerade eine kleiner Feier war, hatten wir etwas Probleme einen Parkplatz zu finden, aber da auch schon einige Gäste nach Hause fuhren, mussten wir nicht zu lange warten. Anschließend ging es unter die warme Dusche um dann schnell ins Bett zu fallen.
Am nächsten Morgen konnten wir dann gut erholt unsere Reise fortsetzen. Da wir noch genug Vorräte im Koffer hatten, brauchten wir auch nicht das Frühstück dazu buchen und konnten so direkt durchstarten.
Kurz vor der Grenze konnten wir dann sogar noch einmal günstig tanken. Da hier in Frankreich schon seit über einer Woche einige wichtige Raffinerien bestreikt werden und einige Tankstellen gar kein Benzin mehr hatten, hat uns das doch schon ein wenig überrascht. Wir hatten uns vorgenommen, dass wir immer schauen eine Tankstelle zu finden, wenn der Tank halb leer ist. Das hatte sowohl auf der Hinfahrt, als auch auf der Rückfahrt sehr gut funktioniert und wir hatten keine Probleme mit dem Benzin. Nur in Belgien, kurz vor der französischen Grenze hatten wir eine leere Tankstelle erwischt und sind deshalb extra nochmal ein Stück zurückgefahren um vollgetankt nach Frankreich zu kommen.
Die restliche Fahrt verlief ohne Zwischenfälle und Staus und gegen 14 Uhr sind wir wieder in Dortmund angekommen. Nun hieß es Koffer auspacken und schon einmal schnell die erste Fuhre Wäsche waschen. Morgen müssen wir beide ja wieder arbeiten.