Heute konnten wir es etwas entspannter angehen lassen, denn unser gebuchter Shinkansen fuhr erst um 10:40 Uhr ab Shingawa, dem größeren Bahnhof bei uns in der Nähe. So wurde gefrühstückt und das letzte Zeugs in den Koffer gepackt. Zum Glück waren inzwischen auch die letzten Sachen vom Waschen trocken und konnten eingepackt werden.
Mit der U-Bahn ging es dann zum Shinkansen. Blöd, dass hier einfach die Rolltreppen fehlen!
Der Shinkansen war wieder einmal pünktlich. Wir hatten uns vorab die wenigen Plätze mit Sperrgepäck reserviert und konnten die Koffer so entspannt direkt hinter die letzte Sitzreihe stellen und saßen quasi direkt davor. Eigentlich wäre uns die rechte Zugseite lieber gewesen, denn von dort besteht während der Fahrt an einer bestimmten Stelle die Chance den Fuji zu sehen aber die Plätze waren schon reserviert und so wichen wir auf die linke Seite aus. Komischerweise hat aber bis Kyoto nie einer dort gesessen 😡.
Für den Fuji war das Wetter heute allerdings eh zu diesig. Von Hiroshima zog sogar Starkregen auf, weshalb einige Shinkansen auf der Strecke dort Probleme hatten.
Unser Zug zum Glück nicht, er war nur ziemlich voll und dadurch recht laut. Kein Vergleich zu dem nach Nikko.
Nach 2,5 Stunden stiegen wir dann in Kyoto aus. Mit dem Bus ging es dann weiter Richtung Hotel. Leider sind die Busse hier nicht so richtig auf die Touristen ausgelegt und so war es mit den Koffern schon recht eng.

Die letzten Meter ging es dann über eine überdachte Einkaufs – und Fahrradstraße weiter. Puh, die fahren wie die Bekloppten. Einen wirklichen Bürgersteig gibt es hier nicht und so mussten wir echt aufpassen, nicht überfahren zu werden.
Das Einchecken im Hotel per Self-Check-In lief problemlos und unser Zimmer war zur Überraschung schon fertig. Perfekt!
Relativ nah zu unserem Hotel liegt die Noji-ri Burg, die wir jetzt noch spontan besichtigen wollten. Als wir aber das Ende der Einkaufsstraße erreicht hatten, kamen schon die ersten Tropfen und es dauerte gerade Mal einen kurzen Einkauf im 7/11, ehe es ordentlich schüttete. Wir stellten uns unter und entschieden uns für den Rückzug.
Nach einem kleinen Päuschen im Hotel sollte es dann erneut los gehen. Der Regen hatte wieder aufgehört und der Himmel war wieder herrlich blau. Allerdings macht die Burg schon um 17 Uhr zu und lässt ab 16 Uhr keinen mehr rein… Also umplanen!

Wir entschieden uns für ein Einkaufszentrum in Bahnhofsnähe, auch, um die nächste Shinkansenfahrt zu reservieren. Scheinbar ist in Hiroshima die Hölle los. Für unseren Zeitraum waren die Hotelzimmer alle schon überraschend teuer. Jetzt gibt es auch kaum noch Sitzplätze. Mit Sperrgepäck schon Mal erst Recht nicht. Viel später als gewünscht fanden wir immerhin noch 2 freie Plätze hintereinander (ohne Sperrgepäck). Mit den Koffern müssen wir dann Mal schauen 🙈.
Nach einem kleinen Snack sollte es dann noch in die Nischiki Markt Straße gehen. Dieser Markt wahr ursprünglich mal ein Freiluft-Fischmarkt. Von diesem ist heute aber nichts mehr zu sehen! Stattdessen findet man sich schnell in einer ca. 400 Meter und gerade einmal 4 Meter breiten und überdachten Einkaufspassage wieder. Eigentlich sollen hier über 100 Anbieter vor allem regionale Spezialitäten anbieten.

Doch als wir dort gegen 19 Uhr ankamen, war schon alles dicht. Ups! Wann soll man denn Essen, wenn nicht abends? Äußerst irritiert entschieden wir, zum Hotel zurück zu fahren. Allerdings wollten wir noch einmal zur Burg um diese in schöner Beleuchtung zu sehen. Vom Straßenrand kann man leider nur das Eingangstor sehen. Die Burg selbst blieb uns komplett verborgen.

Das fängt in Kyoto irgendwie nicht so tolle an. Umso mehr freuten wir uns dann über das geräumige Hotelzimmer. Endlich können wir mal beide Koffer nebeneinander legen und parallel kramen.