Zum Glück hatte ich heute nur einen kurzen Arbeitstag und so konnte ich nach einem schnellen Mittagessen noch die restlichen Sachen in Juckel räumen. Bei uns ist das Einräumen leider etwas müßiger, denn wir haben keinen Parkplatz direkt vor der Haustür und müssen immer einige Meter weit schleppen. Die Vorfreude auf den Urlaub motiviert dabei aber und so ist bald alles verräumt und auch André kann Feierabend machen.
Für heute haben wir nur ein Ziel: Strecke machen! Am liebsten bis Baden-Baden, denn dort wartet eine kleine Wanderung für einen besonderen Geocache auf uns.
Mittwochs-Nachmittags zu starten, scheint keine schlechte Idee gewesen zu sein, denn die Straßen leeren sich bald und wir kommen gut voran. Noch immer sind wir absolut begeistert, wie gut sich unser Juckel fährt. Nur bei 60km/h kommen tierisch nervige Pfeiffgeräusche aus der vorderen Dachluke, aber auf der Autobahn sind wir ja schnell genug unterwegs und hören diese Geräusche nicht mehr ;-).
Unsere Pack-Technik mit Filzzwischenlegern scheint sich auch zu bewähren, denn aus den Schränken hören wir keinerlei Geklapper. Nur für das unterste Fach mit Pfanne und Topf müssen wir uns noch etwas einfallen lassen. Die beiden Dinge werden in den Kurven ganz schön gegen die Wand geschleudert…
Es ist schon dunkel, als wir die Autobahn verlassen und die letzten Kilometer auf der Landstraße passieren. Im Kopf herrscht ein wenig die Unruhe, ob der gewählte Schlafplatz funktioniert. Dieser ist nämlich nicht aus Park4night sondern direkt vom Geocache, sodass wir keinerlei Fotos oder Bewertungen haben. Lediglich das Satellitenbild von Googlemaps versprach viel Platz… Mal abwarten, die Spannung steigt.
Endlich erreichen wir den Platz. Zunächst checken wir die Hinweisschilder: Juhuu, nirgends steht Campen verboten und der Platz ist groß, ziemlich eben und herrlich dunkel. Fast schon ein wenig beängstigend, wenn man außer dem im Wind tobenden Laub nichts hört. Auch die Straße ist kaum hörbar. Zum Einen fahren um diese Zeit nur noch vereinzelt Autos und zum Anderen stehen wir sehr weit ab. Perfekt, denn so werden wir auch nicht so schnell gesehen.
Die letzte Woche war einfach nur stressig und aufregend und so fallen wir relativ bald ins Bett und können selbst kaum glauben, dass es noch alles irgendwie geklappt hat. Ok, nicht alles. Die Heizung stellen wir einfach pro Forma ein wenig höher. Dann erreicht sie die Temperatur bei Komfortwärme erst relativ spät und sobald einer von uns wach wird, wird der Fehler weggedrückt. Nicht ganz entspannt, aber besser als den Urlaub zu canceln. Wir hoffen, dass je weiter wir in den Süden fahren, es auch nachts deutlich wärmer wird und wir schon deshalb nicht mehr frieren müssen.