Irgendwann später in der Nacht hatte sich noch ein Handwerker Bulli zu uns gesellt in dem zwei ältere Damen nächtigten. Davon und auch von Nichts anderem haben wir etwas mitbekommen und einfach richtig gut geschlafen.

Heute Morgen nutzten wir dann den herrlichen Sonnenschein erst einmal, um uns das kleine süße Dorf Roquebrune-Cap-Martin ein wenig anzusehen. Schöne kleine Gassen und tolle Ausblicke belohnten unsere Tour. Nachdem wir dann wieder alles aufgeräumt hatten, ging es für uns los.
Zunächst gab es eine kleine Wanderung zum Top of Monaco. Ein Golfplatz, der eigentlich in Frankreich liegt aber für sehr lange Zeit von Monaco gemietet worden ist.
Nach so viel Ruhe sollte es dann mal in die Stadt gehen. Zuerst lag Nizza auf dem Weg und da es hier auch mal wieder einen Master of Mystery Cache gab, wollten wir den natürlich einsammeln. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, das Schloss zu besichtigen und einen passenden Parkplatz ausgewählt. Leider hatten wir mal wieder das Glück, ein Großevent zu erwischen. Sämtliche Parkplätze unten am Hafen waren durch einen Trödelmarkt blockiert. Entweder durch Stände oder durch zig andere PKWs der Händler und Besucher. Weiter oben am Schloss gab es aber noch einen Parkplatz und wir wollten natürlich Nichts unversucht lassen. Aber mit unserem großen Juckel war es schon sehr abenteuerlich den Berg hinauf zu fahren. Weil ein deutlich kleineres Fahrzeug es nicht schaffte 5m zurück zur Einbuchtung zu fahren, mussten wir dann auf eine Privateinfahrt ausweichen, um den Gegenverkehr durchzulassen. Leider nutzten dann zwei Autos die Gelegenheit und überholten uns. Natürlich schnappten dann genau die zwei die letzten beiden freien Parkplätze direkt vor unserer Nase weg. Ich hätte kotzen können. Eine Alternative gab es nun nicht mehr und so versuchten wir, den Berg wieder hinunter zu fahren. Am Ende war eine enge und scharfe 90 Grad links Kurve und natürlich kamen uns zahlreiche Autos entgegen. Bis die es dann endlich geschafft haben, Platz zu machen, war auch auf der größeren Straße ein Verkehrschaos entstanden. Au Man! Bloß weg… Und so ging es nur noch fix zum Master of Mystery Nizza. Fix? Erst einmal mussten wir uns ewig durch kleine Wohnstraßen quälen und suchten vergeblich einen Parkplatz. Klar, auch hier war gerade ein Wochenmarkt ganz in der Nähe und alle möglichen Parkplätze voll. Mit einem normalen Auto hätte man bestimmt noch was bekommen, aber eben nicht mit unserem Juckel. Irgendwann hatten wir dann keinen Nerv mehr. André blieb mit Juckel einfach stehen und ich ging alleine auf die Suche. Nachdem das Logbuch dann signiert war, versuchten wir nur noch aus der Stadt herauszukommen. Bloß weg… Ihr wisst ja, Städte sind nicht so unsers und dann ziehen wir das Glück dort auch noch besonders magisch an.

Als nächstes Wunschziel hatten wir das ca. 40 Kilometer entfernte Cannes. Vielleicht läuft es da ja dann besser… Erst einmal ging es für uns nun an die Küstenstraße. Auch hier war die Fahrt etwas abenteuerlich, aber immerhin mal direkt am Meer entlang. Als wir dann einen freien Parkplatz am Seitenstreifen entdeckten, hielten wir gleich an. Endlich mal Sand unter den Schuhen… Aber das Glück war uns heute echt nicht holt und schon fing es an zu regnen. Grr… Fix noch ein paar Fotos und dann ging es die letzten Kilometer bei herrlichem Regen weiter :-(.

Als wir dann das Stadtzentrum von Cannes erreichten, war es wettertechnisch nicht wirklich besser und die ausgewählten Parkplätze gefielen uns nicht oder waren ebenfalls voll… Nach dem Hin und Her vorhin in Nizza ließen wir es lieber gleich bleiben und steuerten nur den außerhalb liegenden Master of Mystery an. Natürlich ging es die letzten Kilometer wieder über enge und bergige Straßen und wir zweifelten, ob das so der richtige Weg sei…. Aber dann erreichten wir die Parkkoordinaten und fanden einen geräumigen Parkplatz, wo wir Juckel gut abstellen konnten. Hier war aber auch einiges los. Klar, der Regen hatte wieder aufgehört und viele Stadtmenschen wollten ihre Hunde „lüften“. Die letzten Meter zum Cache waren dann durch eine Baustelle abgesperrt. Ich könnte ausrasten! Zum Glück haben sich ein paar Einheimische auch widersetzt und so steuerten wir mutig den Cache an. Was war ich froh, als auch hier das Logbuch signiert war…. Wir machten noch ein paar nette Landschaftsbilder und gingen dann gemütlich zu Juckel zurück. Uns gefällt die Natur eindeutig besser! Demnach war es auch schnell und einstimmig entschieden, dass wir um Saint Tropez einen großen Bogen machen werden.

Stattdessen fuhren wir gemütlich immer weiter auf der Küstenstraße, die im späteren Verlauf viel kleiner und weniger befahren wir. Wann immer es Parkplätze mit Aussicht gab, hielten wir an und genossen das Meer, die Wellen und die Sonne. So kann es bleiben! Allerdings steht hier überall mehr als deutlich, dass Übernachten im WoMo verboten ist und so suchten wir uns allmählich schon mal einen möglichen Platz für später aus.

Zwischendurch verließen wir dann aber noch einmal die Küstenstraße und fuhren ein wenig in die Berge. Das Ziel war der älteste Geocache Frankreichs. Dieser liegt mitten in einem Naturpark, der nur bis Sonnenuntergang befahren werden darf. Hier war es so herrlich ruhig und landschaftlich einfach toll. Wie gerne hätten wir uns für die nächste Nacht einfach hier irgendwo hingestellt… Aber bevor wir an den Schlafplatz denken, sollte der Cache ja noch erwandert werden. Wir fanden einen großen Parkplatz und zogen mal wieder die Wanderstiefel an. Der Weg war eher ein Trampelpfad, der zunächst bergauf durch ein kleines Waldstück führte. Danach ging es dann immer weiter hinauf über Geröll oder Felskanten. Insgesamt aber ganz gut begehbar. Auch andere Touristen folgten dem Pfad, denn oben am Gipfelkreuz des Pic d’Aurelles wartete ein klasse Ausblick. Nur die letzten Meter mussten wir dann etwas mehr über die Felsen kraxeln und nachdem wir uns feierlich im Logbuch eingetragen haben, setzten wir uns noch ein Weilchen, um die Ruhe und den weiten Blick zu genießen.

Allmählich meldete sich nun aber ein Hüngerchen und so machten wir uns wieder auf den Rückweg. Erst zu Juckel, wo wir die dreckigen Wanderschuhe tauschten und dann wieder die schmalen Straßen durch den sehr bewaldeten Naturpark.

Zurück an der Küstenstraße kamen wir in Saint Lucia an einer gut aussehenden Bäckerei vorbei und deckten uns schon mal mit einem frischen Baguette ein. Kurz danach, noch bevor es nach Saint-Raphael ging, hatten wir einen guten Schlafplatz am Straßenrand einer ruhigen Anwohnerstraße gefunden. Zwar direkt an der Bahn, aber allzu oft kamen keine Züge vorbei… Hier waren wir auch nicht die Einzigen…
Schnell wurde ein Eintopf zu dem frischen Baguette warm gemacht und anschließend ging es noch auf eine kleine Erkundungstour ins Dorf… Es gab einen Mini-Supermarkt und einen recht netten Strand. Im Sommer ist hier bestimmt die Hölle los. Jetzt war das Wetter für Strandzeiten einfach schon zu schlecht.
Zurück bei Juckel schauten wir noch mal genauer, was wir am nächsten Tag vorhaben. Dieses Mal wollten wir zumindest Parkplatztechnisch besser vorbereitet sein und allmählich müssen wir mal wieder Ausschau halten, damit wir das Klo entleeren… Es beginnt nämlich zu müffeln…
Nach einem entspannten Abend mit dem Buch auf dem Schoß ging es dann bald ins Land der Träume. Den ganzen Tag fahren ist nämlich doch recht anstrengend…