Obwohl es heute Nacht ziemlich stürmisch war, standen wir auf dem Bauernhof absolut sicher und haben ziemlich gut geschlafen. Da wir uns morgens zum Frühstück verabredet hatten, stellten wir uns den Wecker heute noch zeitiger. So konnten wir nämlich vorher noch ganz in Ruhe duschen und Juckel während des Frühstücks lüften.
Anschließend machten wir noch einen kleinen Spaziergang. Allerdings war es dem Familienteil aus Kalifornien in Frankreich viel zu kalt, sodass wir, nachdem wir uns die Neuerungen in dem sehr kleinen Ort angesehen hatten, lieber schnell wieder zurück gekehrt sind.
Für uns passte es ganz gut, denn so konnten wir uns am späten Vormittag verabschieden und die weitere Heimreise bestreiten. Als Tagesziel setzten wir uns Liége in Belgien, sodass wir ca. 4,5 Stunden Fahrt vor uns hatten.
In Frankreich ließen wir die Mautstraßen direkt zu, denn sonst würden wir wahrscheinlich noch immer von Kreisverkehr zu Kreisverkehr herumdümpeln :-D.
Glücklicherweise waren die Straßen recht frei und mit einer kleinen Mittagspause am Rastplatz wo es zur Abwechslung mal wieder Nudeln gab, fuhren wir durch bis Belgien. Ab hier wurde es dann kostengünstiger und André brauchte keine Angst mehr vor Mautstellen haben.
Wir tankten Juckel noch einmal fix voll und steuerten dann direkt den letzten Master of Mystery der Reise in Liége an. Die passenden Parkkoordinaten mitten in einer Baustelle eines Neubaugebiets erreichten wir dann gegen 17 Uhr. Früh genug also, um ihn noch mit ausreichend Tageslicht zu bestreiten.

Wir hatten sogar Glück, denn allmählich zeigte die sich die Sonne wieder häufiger zwischen den dicken Wolken. Obwohl wir wussten, dass wir eine kleine Wanderung zu einem Aussichtspunkt machen werden, hatten wir es versäumt, die Wanderschuhe anzuziehen.
So quälten wir uns unnötigen mit den Sneakers den waldigen Berg hinauf. Die letzten Meter war es dann noch einmal richtig steil und geröllig und für den Cache mussten wir etwas tiefer ins Unterholz… Na klasse.

Immerhin fanden wir die große Dose recht zügig und auch einen halbwegs machbaren Zugang. Als wir dann fertig waren, kam ein Wanderer mit Fotoausrüstung den Weg hinauf. Ein paar Meter oberhalb ist nämlich ein Aussichtspunkt auf Liége. Da wir nun schon fast ganz oben waren, wollten wir den Abstecher natürlich auch mitmachen und quälten uns noch einmal über ein größeres Geröllfeld…
Nachdem wir dann ein paar Fotos mit einem wirklich schönen Blick geschossen hatten, überlegten wir, wie wir mit unseren super Wanderschuhen wohl heile wieder hinab kommen. Der Wanderweg ist als Rundweg angelegt und zumindest das erste Stück des weiteren Weges sah deutlich besser aus. Demnach wählten wir natürlich diesen. Der Fotograf amüsierte sich ein wenig, wie wir mit unserem „rohe Eier Gang“ den Berg Stück für Stück hinunter eierten. Das nächste Teilstück war dann deutlich angenehmer, aber zum Ende hatten wir dann noch einmal eine richtig schöne steile Rutschpartie… Memo an uns: Beim nächsten Mal doch besser die Schuhe wechseln!
Unfallfrei erreichten wir unseren Juckel und suchten nach einem Schlafplatz. Lange wird es nämlich nicht mehr hell sein und im Dunkeln auf fremden Plätzen ankommen ist immer etwas schwieriger.
Park4night hatte wieder eine gute Alternative parat und mit relativ kurzer Fahrtzeit waren wir wieder aus der Stadt hinaus und im Grünen an einem alten Bergwerk. Für unsere letzte Nacht des Urlaubs ein guter Stellplatz!

Wir machten uns noch ein wenig Salat und nutzten den gemütlichen Abend zum Lesen. Die nächsten Wochen werden wir dazu nämlich bestimmt wieder nicht kommen.