Heute wurden wir etwas zeitiger wach, denn auf dem Parkplatz sammelten sich 2 kleinere Wandergruppen, die scheinbar zu einer Bootstour aufbrechen wollten. Brrr, das wäre mir heute zu kalt, denn der Wind hatte doch ein wenig zugelegt.
Wir nutzten daher die Gunst der frühen Stunde und fuhren nach Sellin. Auch hier gibt es eine Seebrücke, die noch besucht werden sollte. Die Geschäfte waren noch geschlossen und so war es kein Problem, einen Parkplatz zu finden. Von dort war es nur ein kleines Stück und schon konnten wir die Stufen zur Seebrücke hinunter. Es hätte auch einen Fahrstuhl gegeben, aber den habe ich viel zu spät gesehen. Und während André ewig nach dem öffentlichen Klo Ausschau hielt, war ich schon längst unten und konnte ganz alleine bis zur Tauchglocke vorne gehen und Fotos machen. Immerhin scheint auch heute wieder ein wenig die Sonne, sodass die Stimmung noch viel schöner ist.

In dem Restaurant auf der Seebrücke fingen nun auch die Vorbereitungen für die Sylvester Gala an. Das Feuerwerk hier über der Ostsee ist bestimmt klasse anzusehen, aber dafür solange draußen in der dichten Menschenmenge ausharren? Muss nicht unbedingt sein! Endlich hatte es auch André auf die Brücke geschafft. Als ich das Geocache Foto machen wollte, waren dann natürlich auch andere Besucher da. Grr! Dennoch machte auch André noch zig Fotos ehe wir so durchgefroren waren, dass wir uns in den kleinen Fahrstuhl retteten.

Den Rückweg zum Auto wählten wir dann an der Einkaufsstraße entlang, denn inzwischen hatte ein Großteil der Geschäfte geöffnet. Perfekte Gelegenheit um beim Ostseebär neues Lakritz zu kaufen. Mhh!
Um zum Kap Arkona zu kommen, muss man inzwischen noch vor Putgarten parken. In regelmäßigen Abständen kann man dann mit der Bimmelbahn zum Leuchtturm fahren. Wir sind noch jung, die Sonne scheint und es ist früh am Tag… also wandern wir auf jeden Fall hin. Für den Rückweg können wir dann immer noch die Bahn nehmen.

In Putgarten war die freiwillige Feuerwehr gerade dabei, einen Grillstand zu eröffnen. Ich glaube, ich weiß schon jetzt, was wir auf dem Rückweg essen werden :-D. Ansonsten gibt es unterwegs leider nicht allzu viel zu sehen. Einige Ferienhäuser gehen noch bis zum Ende der Siedlung, ehe es dann am Feld entlang weiter geht. Hier ein Ferienhaus? Das wäre mir zu trubelig…
Am Leuchtturm angekommen wurde auch schon fleißig für Sylvester vorbereitet. Eine kleine Bühne mit jeder Menge großer Boxen und einigen Futter- und Getränkeständen… Au weia.. Wir wählten erstmal die Flucht nach oben. Für 2 € durften wir uns die lange schmale Wendeltreppe des Leuchtturms hinauf quälen. Von oben hatten wir einen schönen Blick und musikalische Begleitung durch den Soundcheck.

Wir ließen uns aber nicht aus der Ruhe bringen und als wir wieder unten waren, wollten wir die 200 Meter bis zum Kap auch noch vollenden. Die letzten Meter ging es durch Sanddünen. Hier wurde dann auch gleich vor verschiedenen Schlangen gewarnt. Na danke! Stoßt mich noch drauf, dass es hier meine absoluten Hasstiere gibt. Immerhin war ich mit dicken Schuhen ziemlich sicher!

Am Kap angekommen wählten wir natürlich auch noch den Zugang bis hinab zum Wasser. War etwas kraxelig, aber definitiv lohnenswert. Und wenn man unten noch ein wenig um die Ecke geht, kann man die hohen Kreidefelsen sehr gut sehen!
Nach einer netten Pause mit dem vermutlich letzten Meeresrauschen des Jahres ging es mühselig wieder hinauf und dann zurück zum Leuchtturm. Jetzt hätten wir die Bahn nehmen können, aber irgendwie wollten wir noch weiterlaufen und so ging es ganz gemütlich zurück. Hier und da wurden noch Fotos gemacht und als der Grillgeruch näher rückte, freuten wir uns auf ne leckere Wurst zu einem fairen Preis.

Am Feuer war es auch schön warm, sodass wir in Ruhe essen konnten, ehe es die letzten Meter zurück zum Parkplatz ging. Zurück bei Juckel waren wir ein wenig ratlos. Wir müssen aber mal dringend das Klo entsorgen und so durchstöberten wir Park4night. Auf Rügen ist das gar nicht so einfach. Wenn man von den überteuerten Campingplätzen mal absieht, gibt es lediglich eine Station in Binz an einer Tankstelle. Der benachbarte Parkplatz ist schon relativ teuer, sodass empfohlen wird, die Toilettenkassette über die Tankstelle zu schleppen. Mal schauen, was da auf uns zu kommt…
Es dauerte nicht allzu lange und wir kamen an. Die Schranken waren geöffnet und der ziemlich volle Parkplatz scheinbar umsonst. Blöd nur, dass die Entsorgungsstation defekt ist. Wir stellten uns zu den anderen WoMos und überlegten noch, ob es für heute Nacht eine Option wäre. Da ein weiterer Stolz Laden nebenan ist, machten wir noch einmal einen kleinen Spaziergang dorthin, wurden aber nicht weiter fündig. Da ein Würstchen nicht groß satt macht, nutzten wir die Gelegenheit, hier auf dem Parkplatz noch eine Konserve warm zu machen. Ein umgebauter LKW zum Offroad Überleber ließ lautstark seinen Generator laufen. Von überall knallten die Böller und damit war klar, hier schlafen ist keine Option. Außerdem ist das Klo ja auch noch immer nicht geleert… Wir entschieden, Rügen schon heute zu verlassen und steuerten die erste Autobahnraststätte an. Dort konnten wir zum Glück das Klo entleeren. Dazu muss man noch erwähnen, dass wir keine Chemie in unserer Kassette verwenden, sondern rein pflanzliche Mittel. Andernfalls hätten wir das so nicht gemacht.
In Bützow, ziemlich südlich von Rostock hatten wir noch einen besonderen Wherigo zu besuchen. Als wir hier mit den letzten Lichtstrahlen noch etwas abenteuerlich auf einem Verkehrsschild herumkletterten war klar, für heute ist Schluss. Und so durchwühlten wir Park4night nach einem attraktiven Sylvester Spot, wo wir nicht unbedingt die Heerscharen von Betrunkenen erwischen werden. Nachdem die App nichts brauchbares ausspuckte durchsuchten wir die Satellitenbilder von Google Maps und fuhren ein paar mögliche Spots an. Letztendlich wurde es dann der Parkplatz eines Fußballvereins am Ende einer Wohnsiedlung. Während des Abends parkten 3 Fahrzeuge bei uns, während eines tatsächlich die Raketen und Böller abfeuerte. Ansonsten haben wir uns hier sehr sicher gefühlt. Mit der Musik aus einem der benachbarten Häuser hatten auch wir eine kleine Party :-D. Je näher wir an Mitternacht kamen, desto mehr Böller und Raketen wurden gezündet. Kurz vor Mitternacht stellten wir uns dann auf die Straße und konnten gut zum Schloss, dass mitten im Ort steht, schauen. Und als es dann Mitternacht war, hatten wir mit sicherem Abstand ein schönes Feuerwerk :-). Die Straße füllte sich ebenfalls und alle waren gut gelaunt. So muss Sylvester sein!
In diesem Sinne… Frohes Neues Jahr!