Die Sylvester Knallerei in Büstrow hielt nicht allzu lange an, sodass wir um kurz nach 1 Uhr wieder in unserem schön warmen Juckel waren und dann auch bald ins Bett gingen.
Da es deutlich später war als sonst, verzichteten wir auf einen Wecker. Natürlich waren wir dennoch zu unserer Standardzeit wach. Also aufstehen, fertig machen und frühstücken. Nun sind wir ja schon deutlich weiter, als ursprünglich geplant, was also mit der freien Zeit anstellen?
Erst einmal fehlten noch 2 Wherigos, damit wir das Jahresziel mit einem Tag Verspätung abschließen können. Mit etwas mehr Planung hätten wir alleine hier in der Gegend 2-3 volle Cachetage verbringen können. Da wir aber die ganzen Rätsel nicht gelöst hatten, machte das nun wenig Sinn. Daher fuhren wir nun die relativ kurze Etappe bis nach Neubukow, zwischen Rostock und Wismar. Hier konnten wir dann mit 2 erfolgreichen Funden tatsächlich die letzten Felder der 81er Wherigo Matrix füllen.
Für die weitere Zeit hatten wir uns Lübeck ausgesucht. Klar, heute ist Feiertag, aber so ein wenig die Stadt besichtigen wäre bestimmt nett. Zufällig gäbe es hier auch später noch ein Geocache-Event.
Als wir mit Juckel gerade den ausgesuchten Parkplatz in Lübeck, relativ nah man Holstentor erreicht hatten, begann es zu regnen. Bei leichtem Regen hätten wir uns ja noch vor die Tür getraut, aber es schüttete ordentlich und laut Regenradar würde sich das auch nicht mehr so schnell ändern. Idyllisch war der Parkplatz zudem auch nicht, sodass wir uns eine Alternative suchen mussten.
Irgendwie kamen wir dabei auf die Idee, noch einmal ein warmes! Schwimmbad zu besuchen und stießen nach kurzer Suche auf die Holstentherme in Kaltenkirchen. Zu unserer Überraschung hatte sie heute trotz Feiertag ab Mittags geöffnet. Perfekt!
Wir fuhren also noch eine weitere Stunde gen Westen. An der Therme angekommen, kam uns das alles irgendwie bekannt vor. Ach klar, hier haben wir doch bei den Norwegen-Reisen übernachtet :-D.
Zum Parken orientierten wir uns an den Schildern und landeten kurzerhand auf dem offiziellen Stellplatz mit Parkgebühren. Ups! Mal schauen, wie wir diese Gebühren umgehen. Die normalen Parkplätze (leider mit Höhenbeschränkung) wären nämlich kostenfrei… Beim Aussteigen wussten wir auf jeden Fall auch wieder, weshalb wir uns immer gegen den offiziellen Stellplatz und für den nahen, normalen Parkplatz für die Übernachtungen entschieden hatten. Schotter, pitschnasser Boden mit teils tiefen Pfützen, sehr vielen engstehenden Wohnmobilen und viel näher an der Hauptstraße… Für jetzt reicht es zum Glück vollkommen und nach dem Schwimmen parken wir dann auf jeden Fall um!
Zur Stärkung gab es noch eine Kleinigkeit und dann gingen wir mit unseren gepackten Fahrradtaschen in die Therme. Die Idee hatten nicht so viele, aber genug, um ein wenig anstehen zu müssen. Das Anstehen wurde dann mal wieder unnötig in die Länge gezogen, weil andere Besucher völlig unvorbereitet waren und sich nun über zu hohe Preise für Handtücher und Mineralwasser beschwerten… Vielleicht wären die besser zu Hause geblieben?!
Endlich marschierten wir durch und waren von der Wärme in den Umkleiden schon mal angetan. Auch die Becken hatten deutlich angenehmere Temperaturen und boten auch gleich viel mehr Möglichkeiten: Verschiedene Massageoptionen, Hängebrücken und massig Platz. Juhuu! Im Außenbecken wurde es dann noch einmal wärmer und toppen konnte die Temperatur dann nur noch der wirklich angenehme Whirlpool.
Erst am späteren Nachmittag wurde es merklich voller. Da war unsere Zeit dann eh fast abgelaufen und wir entdeckten am Sportbereich sogar absolut leere Duschen. Ach, war das schön… Lange und warm duschen mit ordentlichem Wasserdruck und viel Platz drumherum :-D. Ich gebe zu, mich von der Dusche zu lösen, fiel mir tatsächlich etwas schwerer…
Unser Parkticket konnte an der Kasse nicht entwertet werden, aber da die Schranke eh geöffnet war, fuhren wir einfach so raus und hoffen mal, dass später kein Knöllchen in der Post landet. Anmerkung: Kein Knöllchen bekommen
Auf unserem Standartparkplatz direkt um die Ecke war es dann viel ruhiger. Ok, wir waren auch das einzige Wohnmobil und bei dem Wetter und der frühen Dunkelheit lockt es auch keinen gerne in den Park.
Wir hatten Kohldampf und so gab es endlich mal wieder Nudeln. Die Reste müssen schließlich weg :-D.
Den recht langen Abend nutzten wir dann noch einmal ausgiebig zum Lesen und Spielen, denn Morgen Abend sind wir sicher schon wieder zu Hause…
Gegen 21 Uhr gesellte sich noch ein anderes Wohnmobil dazu. Ansonsten hatten wir den Parkplatz dieses Mal für uns.
Als es dann ins Bett ging, freute ich mich. Frisch geduscht zu sein, ohne dass das Bad nass ist und man mal wieder nicht dran denkt und schon wieder nasse Füße bekommt, hatte ich in diesem Urlaub nämlich öfter.