Nach einer ruhigen Nacht an der Sporthalle klingelte heute der Wecker wieder etwas zeitiger. Leider spielte hier an der Ostküste das Wetter nicht so wirklich mit. Naja, einen wirklichen Plan haben wir ja eh nicht :-D.
Beim Frühstück wurde ein bisschen recherchiert. Auf der Westseite ist das Wetter natürlich deutlich sonniger, wie sollte es auch anders sein… So wirklich reizte uns hier jetzt nichts, sodass wir uns erst einmal auf den Weg zu einer Entsorgungsstation machten. Das Klo musste nämlich mal wieder dringend geleert werden. In einem Hafen wurden wir glücklicherweise fündig und fuhren anschließend noch mal fix einkaufen. Naja fix war es dann doch nicht, aber wen stört es… wir haben Urlaub und keinen richtigen Plan :-D.
Inzwischen hatten wir eine kleine Idee gefasst… Auf dem Weg zurück nach Varde können wir am Himmelbjerget vorbei schauen. Hier wartet zum einen mal wieder ein Cache mit einer besonderen Wertung, zum anderen soll es auch mit 147m eine der höchsten Erhebungen Dänemarks sein.
Nach etwas über einer Stunde erreichten wir den Parkplatz nahe des Aussichtsturms. Ups! Hier ist ja richtig was los. Offenbar haben wir uns etwas zu wenig mit unserem spontanen Ziel befasst. Auf dem zugehörigen Parkplatz tummelten sich etliche PKWs und diverse Reisebusse. Zum Glück fanden wir aber für unseren Juckel noch ein freies Plätzchen. Und zu unserer großen Überraschung schien sogar die Sonne!
Zu unserer Überraschung gab es hier neben einem Hotel sogar verschiedene Souvenirshops und eine Softeisbude. Yeah! Allerdings war diese gerade erst am Öffnen. Nicht schlimm. Erst wandern wir zum Aussichtspunkt und anschließend belohnen wir uns mit einem leckeren Eis.

Der Weg zum Aussichtsturm war schnell erledigt und von hier hatten wir einen tollen Ausblick auf den Julsø-See. Für den Geocache mussten wir dann vom Gipfel noch ein ganzes Stückchen hinab zu einem anderen Aussichtspunkt wandern. Mal schauen wir anstrengend der Rückweg wird :-D.

Nach wenigen Metern kamen uns dann mehr und mehr Jugendliche entgegen. Scheinbar wurde eine Schulklasse ganz unten rausgelassen und musste sich den Weg nach oben erkämpfen. Teilweise waren sie ganz schön laut, was uns ein wenig nervte. Hier ist so eine schöne Natur und man könnte es ohne das Herumalbern so viel mehr genießen… Naja, nicht ärgern!
Wir erreichten den Aussichtspunkt und vertrieben eine kleine Gruppe. So konnten wir zumindest hier in Ruhe stehen, das Foto machen und die Aussicht zurück zum Gipfel genießen.

Erst als die nächste Truppe ankam, setzten wir zum Rückweg an. Puh! War das runter auch schon so steil? Wir kamen ganz schön ins Schnaufen… Die Aussicht auf ein baldiges Softeis half ungemein, die Motivation zu behalten.
Als wir dann aber oben ankamen, traf uns der Schreck. Eine ziemlich lange Schlange stand bereits vor der Bude. Herrjemine… Natürlich stellten wir uns trotzdem an. Die Vorfreude ist einfach zu groß, als dass wir deshalb verzichten würden…
Und was soll ich sagen… Das Warten hat sich gelohnt. Allerdings ist das Eis hier noch teurer als an den bisherigen Verkaufsstellen. Frechheit!
Nachdem wir das Eis verzehrt hatten, ging es für uns weiter. Zurück nach Varde brauchen wir schließlich noch ca. 1,5 Stunden.
Bei Sonnenschein und im Hellen verging die Fahrt deutlich schneller und wir erreichten einen kleinen Wanderparkplatz. Von hier wollten wir eine kleine Fahrradtour starten. Hierzu musste mein Akku allerdings noch ein wenig geladen werden und wir nutzten die Zeit, um eine Kleinigkeit zu essen. So richtig Hunger hatten wir durch das Softeis noch nicht.
Das Laden über den neuen Wechselrichter klappt super. Ab und an wird er mal etwas lauter, wenn der Lüfter stärker arbeitet, aber ansonsten gibt es keinerlei Probleme.
Natürlich ist mein Akku in der kurzen Zeit nicht voll geworden, aber für eine kleine Wald-Wherigo-Geocache-Runde wird es jetzt auf jeden Fall wieder reichen.
Leider war die Runde nicht ganz so wie erwartet und wir mussten die Räder immer mal wieder über Stämme auf dem Weg heben. Gut, dass wir zu zweit sind. Alleine ist mir das Rad nämlich zu schwer…
Nach etwas mehr als 2 Stunden hatten wir die Runde dann erfolgreich absolviert. Noch immer schien die Sonne und der Wetterbericht versprach einen guten Sonnenuntergang. Die Gelegenheit mussten wir nutzen und so fuhren wir dieses Mal nach Børsmose zum Strand. Hier war noch viel weniger los als in Vejers.
Die Wartezeit zum Sonnenuntergang verbrachten wir mit Duschen am Strand. Natürlich in Juckel! Es gibt kaum etwas schöneres, als das Meer rauschen und den Wind pfeifen zu hören und dabei unter einer warmen Dusche zu stehen. Ok, eine Dusche mit etwas mehr Platz wäre noch besser, aber wir wollen uns ja nicht beklagen.

Bis kurz vorm Sonnenuntergang war alles perfekt. Nur für die letzten Meter musste dann natürlich wieder eine Wolkendecke im Weg sein. Menno! Nichtsdestotrotz war es ein tolles Ambiente!
Nachdem von der Sonne dann Nichts mehr zu sehen war, verließen wir den Strand. Heute wollten wir in der Nähe von Billund übernachten. Für Morgen sieht der Wetterbericht nämlich erneut recht gut aus und da würde sich ein Besuch im Legoland anbieten.
Bei Park4night entdeckten wir einen netten Platz etwas außerhalb. Dieser lag zwar direkt an einer größeren Straße, aber zum Abend und Nachts soll kaum Verkehr sein. Wir lassen uns überraschen.

Auf dem Rückweg entdeckten wir dann in der Dämmerung noch eine riesen Ansammlung von Rehen sehr nah an der Straße. Da kann der Naturpark Villemose keinesfalls mithalten ;-). Für Fotos war es leider schon zu dunkel, sodass wir zügig weiterfuhren.
Irgendwann erreichten wir dann bei völliger Dunkelheit den Platz. Zu unserer Überraschung waren wir mal wieder die einzigen Camper. Immerhin stimmte die Info, dass die Straße nachts sehr ruhig ist. Hin und wieder hörten wir ein Auto oder ein Flugzeug vom Billunder Flughafen. Uns störte es nicht, sodass wir entschieden zu bleiben und nach einigen Seiten im Buch fielen uns dann auch schon fast die Augen zu.