Heute wurden wir dann tatsächlich mal von den vorbeifahrenden Autos geweckt. Allerdings war es da schon hell draußen, sodass es völlig in Ordnung ist.
Bis das Legoland öffnet, hatten wir noch genügend Zeit und so wurde erst einmal gemütlich gefrühstückt. Dabei fiel mir auf, dass wir gar keine Rucksäcke mitgenommen haben. Ups! Wie organisieren wir uns denn dann mit dem Proviant? Im Legoland sind die Preise bestimmt ganz schön gesalzen. Alleine der Eintritt ist schon eine recht kostspielige Sache, wobei wir Glück hatten, dass es gerade ein Angebot über die Lidl App gab. Um dieses zu nutzen haben wir unsere Tickets gestern schon mit den passenden Rabattcodes online gekauft. So brauchen wir uns auch später weniger Stress an der Kasse machen, denn die Tickets kamen prompt per Mail.
Zum Glück haben wir für die kleine Fahrradlenker-Tasche den Trageriemen dabei. In die Tasche bekomme ich zumindest eine Trinkflasche und etwas Essen. André fand die Idee klasse und verwandelte seine Kameratasche in ein Proviantlager. Die Kamera, die natürlich trotzdem mit ins Legoland sollte, wurde einfach umgehängt. Sein Hals ist das Gewicht eh schon gewohnt :-D.
Nachdem wir in aller Ruhe gefrühstückt hatten, machten wir uns trotzdem schon mal auf den Weg. Wer weiß, wie gut wir mit unserem Juckel parken können. Ob wir hier oder dort warten macht ja sonst keinen Unterschied, denn wir haben ja immer alles dabei :-).
Am Legoland ist das Parken mit Juckel überraschenderweise gar kein Problem. Es gibt zwar keinen extra ausgewiesenen Platz, aber mit genug Grünfläche zwischen den Reihen können wir das Heck mit den Fahrrädern einfach überstehen lassen. An einer Seite stand bereits ein PKW. Wir haben dann einfach etwas mehr Platz gelassen und so konnten wir gemütlich aussteigen. Einzig Bauchschmerzen bereiten uns die vielen Hinweise auf Taschendiebe. Man solle auf keinen Fall Wertsachen im Auto lassen. Zur Sicherheit schlossen wir die Räder am Fahrradträger mit einem zusätzlichen Schloss an. Ansonsten bleibt uns nur zu Hoffen, dass alles gut geht.

Uff! Die Schlange vor dem Eingang ist aber gewaltig. Klar, überall sind Osterferien und beim Gang über den Parkplatz konnte man sich über die verschiedenen Herkunftsländer der Besucher schon einen kleinen Überblick verschaffen.
Am Eingang angekommen wirkte alles etwas chaotisch. Wir stellten uns irgendwo mit an und versuchten erstmal, einfach nach Vorne zu kommen. Es dauerte nicht lange bis eine Angestellte durch die Reihen ging und erklärte, dass die Elektronik eine kleine Panne hat und die Eintrittskarten deshalb alle von Hand kontrolliert werden müssen. Immerhin haben sie fix reagiert und das Personal aufgestockt. Schnell wechselten wir ganz nach rechts und kamen deutlich zügiger voran und waren dann auch bald schon drin. Juhuu!
Nachdem wir durch das Eingangsportal durch waren, entspannte sich die Lage auch gleich wieder, denn hier konnten sich die Menschenmassen deutlich besser verteilen.

Wir wählten zunächst natürlich den Weg zu den Legobauten selbst. Auf einem recht großen Areal wurden verschiedene Städte nachgebaut. Schon irre! Bei einigen konnte man allerdings auch an der Bauweise erkennen, dass sie schon ganz schön lange dastehen. Kein Wunder, der Park wurde schließlich schon 1968 eröffnet. Den Standort Billund bekam er, weil die Lego-Fabrik hier ganz in der Nähe steht. Man merkt, dass der Platz für die Stadtnachbauten begrenzt ist, denn seit meinem letzten Besuch vor ca. 30 Jahren ist nicht mehr allzu viel dazugebaut worden. Ein paar Neuheiten, wie den Eiffelturm oder das Burj Khalifa gibt es aber doch. Unglaublich, dass es selbst aus Lego größer ist als wir…
Den Schwerpunkt setzt der Park inzwischen aber auf Fahrgeschäfte. Sowohl in den Wartebereichen, wie auch in den Attraktionen selbst, kann man aber viele coole Legobauten entdecken. Auch wenn man kein Fan der Fahrgeschäfte ist, lohnt es sich daher trotzdem, diese zumindest einmal zu nutzen.

Die Wartezeiten waren glücklicherweise auch nicht allzu lang und so machten wir zunächst eine Safari im Legoauto vorbei an den wilden Tieren Afrikas.

Anschließend ging es direkt gegenüber gleich zu einer entspannten Bootstour an besonderen Gebäuden der ganzen Welt entlang. Hier müssen wir aber zugeben, dass wir zu zweit scheinbar zu schwer für das Boot waren, denn das Boot hinter uns fuhr immer wieder auf. Wir nahmen es mit sportlichem Humor :-D.

Danach wurde es dann in den Achterbahnen wilder. Zwei schnelle Bahnen ließen wir sogar aus. Nicht, weil wir uns nicht trauen würden, sondern einfach, weil uns 45 Minuten Wartezeit pro Bahn tatsächlich etwas abschreckten. Wie es wohl erst im Sommer sein wird?
Stattdessen ging es zur Wildwasserbahn. Glücklicherweise kamen wir nicht allzu nass heraus. Für solche Fälle gibt es inzwischen aber schon Trocknungsgeräte, die man natürlich extra zahlen muss.
Nachdem wir dann noch in der Geisterbahn waren, ging es zum neueren Ninjago-Bereich. Hier gibt es eine Art Achterbahn, bei der man während der Fahrt auf verschiedene Punkte per Laserstrahl schießen muss. Ziemlich cool, aber auch tierisch anstrengend. Natürlich hat André gewonnen :-(.
Leider waren einige Attraktionen wetterbedingt noch gar nicht geöffnet, sodass es uns als nächstes in den Lego-Shop zog. Neben der vielen bekannten Bausätze gibt es hier lediglich 3 besondere Pakete, die man nicht im Handel oder Online erwerben kann. Zum Einen eine alte Holzente aus Lego nachgebaut, ein Abbild des neuen Lego-House sowie eine Legoland Edition. Uns konnten sie alle 3 nicht überzeugen und so steuerten wir mit leeren Händen gen Ausgang. Die „normalen“ Pakete sind in Deutschland übrigens günstiger zu erwerben!
Zurück bei Juckel war gottseidank alles an seinem Platz. Nichts wurde geklaut oder zerstört. Erleichtert setzten wir uns hin und merkten erst jetzt, wie anstrengend das ewige Stehen eigentlich war.

Für einen besonderen Cache steuerten wir noch fix das Ortszentrum von Billund an. Parken war am späten Nachmittag kein Problem und erst jetzt realisierten wir, dass der Cache auf dem Dach des neuen Lego-Houses lag. So richtig viel hatten wir von diesem bis heute noch nicht gewusst. Im Legoland wurde recht viel Werbung gemacht und es gibt auch ermäßigte Kombitickets.
Ein Blick in die Eingangshalle und durch das Dachfenster hinein, versprach recht viel. Allerdings war es jetzt schon zu spät und morgen soll es endlich mal wieder sonnig werden. Nach einigen Tagen ohne viel Fahrradfahren wollen wir das morgen unbedingt nutzen!
Daher entschieden wir, zurück zu unserem Stammplatz an den See zu fahren. Dort hat es uns einfach am Allerbesten gefallen! Die Spannung stieg mit jedem Kilometer, wie viele Wohnmobile dort heute wohl schon stehen.
Wohnmobile standen hier gar keine. Dafür hat jemand eine mobile Saune direkt ans Seeufer gestellt und im Minutentakt kamen Leute aus der Sauna und hüpften fix in den recht kalten See. Respekt!
Wir schauten dem Spektakel lieber nur zu und zauberten ein leckeres Abendessen. Als die Sonne unterging, fuhren die Saunabesucher samt Sauna ab und wir hatten den Platz zumindest für einen kurzen Moment für uns alleine. Ein anderes dänisches Wohnmobil gesellte sich nämlich wenig später zu uns.
Von einer Grillhütte in der Nähe schallte Musik und Gelächter herüber, aber auch das hielt uns nicht davon ab, seelenruhig einzuschlafen.