Die Besucher der nahen Grillhütte ließen uns friedlich schlafen und als wir morgens dann wie üblich die Verdunkelungen öffneten, traute ich meinen Augen nicht. Da schwimmen doch nicht etwa Leute im See? Doch! Tatsächlich. Immer wieder fuhren PKWs vor, die Leute stiegen bereits in Schwimmsachen und Bademantel aus und gingen zügig in den See. Brrr. Das wäre nun wirklich nichts für mich! Die Skandinavier sind ja allgemein viel naturverbundener als wir und so gingen sie anschließend zum Umziehen fix in den Wald hinein und erfreuten sich dann an einem warmen Tee aus der mitgebrachten Thermoskanne. Ich ziehe den Hut vor ihnen!
Wir aßen derweil unser Frühstück und freuten uns, dass der Wetterbericht mit seiner vorhergesagten Sonne richtig lag.
Nachdem Frühstück ging es dann auch gleich los zu einer weiteren Geocache-Radrunde. Dieses mal wählten wir die Firklover-Runde, für die erneut viele Jigidi-Puzzle in feinster Puzzlearbeit zu Hause gelöst worden waren.

Mit dem Sonnenschein machte es richtig Spaß. Einzig der Wind machte es mal wieder etwas schwieriger und wehte mein Rad mehrfach um. Dabei ist dann leider auch die Vorderlampe abgebrochen. Zurück bei Juckel wurde es gleich fachmännisch mit Panzertape versorgt. Zu Hause steht eh bald eine Inspektion des Rades an, da kann der Schaden gleich mit behoben werden.
Als wir am frühen Nachmittag fertig waren, wussten wir nicht so recht, was wir mit der verbleibenden Zeit noch anstellen wollen. Einerseits war es sonnig, andererseits sehr windig und die gefahrenen Kilometer machten sich in den Oberschenkeln bemerkbar. Wir wählten daher den Strand in Vejers als Ziel. Einfach am Meer sitzen, dem Wellenrauschen lauschen und entspannen.
Als wir dann in Vejers ankamen, schiffte es ordentlich vom Himmel. Egal, jetzt sind wir schon mal hier. Auf dem Weg mussten wir trotzdem noch fix für ein leckeres Softeis bei der Dropskogerie halten. Mhh, heute sogar mit Dipp-Schokolade.

Am Strand angekommen, hatten einige Wohnmobile die gleiche Idee. Zum Glück ist hier viel Platz und so fanden wir ein ruhiges ungestörtes Eckchen. Eigentlich braucht man hier kein Buch, denn es gibt immer wieder was zu sehen… Die Tochter, die ihre ersten Fahrversuche macht und Papas Auto ständig abwürgt, den kleinen Jungen, der stolz auf Papas Schoß das Auto steuert, die Deppen, die ihre Autos so schnell wie möglich im Kreis drehen. Zudem konnten wir immer mal wieder absolut monströs ausgebaute LKW-Wohnmobile sehen. Oft sind sie für die geilsten Wüstenpisten konzipiert und stehen dann abends artig auf irgendeinem Campingplatz :-D.

So viel Lästern und Beobachten macht auf jeden Fall hungrig und da der Regen inzwischen wieder aufgehört hat, entschieden wir uns kurzerhand, den Grill aufzubauen.
Das Gemüse war auch fix zubereitet und mit solch grandioser Kulisse schmeckte es phänomenal! Zeitgleich wurde auch schon das Wasser erhitzt, sodass wir heute das 2. Mal am Strand duschen konnten. Nur das Grill säubern ist ohne Spülküche immer etwas nerviger, aber zum Glück haben wir eine faltbare Spülschüssel dabei, mit der es doch ganz gut machbar ist.
Auf den Sonnenuntergang brauchten wir heute nicht warten, denn dafür war es leider viel zu wolkig. Da wir nicht jeden Tag auf unserem Lieblingsplatz am See stehen können, ging es dieses Mal ins Hinterland auf einen „stinknormalen“ Parkplatz.