Heute Nacht haben wir herrlich geschlafen. Was es doch ausmacht, wenn man endlich mal wieder gerade parkt. Hinzu kam natürlich, dass die Straße nahezu überhaupt nicht befahren wurde. Erst gegen 8 Uhr gesellte sich ein Auto zu uns auf den Parkplatz, ließ uns aber völlig in Ruhe.
Wir frühstückten entspannt bei geöffneter Schiebetür, denn noch lachte die Sonne vom Himmel und es gab keinerlei freilaufende Tiere. Perfekt.
Nachdem alles gespült war (yeah, der Vorsatz wurde durchgezogen), ging es für uns zum relativ nahegelegenen Mittelpunkt Kärntens. Wir wählten allerdings nicht den offiziellen Start des Wanderwegs, sondern eine Abkürzung „für Faule“. Jedenfalls wird der Weg so in einem der seltenen Webcam Caches so benannt.

Dementsprechend schlängelten wir uns mal wieder durch ziemlich kleine und enge Straßen. Da aber kein Verkehr war, machte uns das Nichts aus. Angekommen, stand sogar ein richtiges Parkplatzschild auf einem kleinen Wiesenbereich. Perfekt. Wir dürfen hier ganz offiziell parken. Zum Glück war die Wiese auch recht frisch gemäht und da es (noch) nicht regnete, war es auch für unseren Juckel keine Gefahr.
Wir schauten auf die Karte und stellten mit Ernüchterung fest, dass es mal wieder ordentlich Bergauf geht. Au man! Mir tun die Beine doch von gestern noch ein wenig weh. Jammern hilft nicht, denn die Webcam soll besucht werden. Diese Cacheart wird nämlich leider nicht mehr neuaufgelegt. Lediglich die vorhandenen Caches dürfen als Bestandsschutz bestehen bleiben.
Wir schlüpften in unsere Wanderschuhe und sprühten die Beine mit Anti Brumm gegen Zecken ein. Mindestens die ersten Meter führt der Weg nämlich über kniehohe Wiese.
Danach ging es dann auch gleich los. Immer kontinuierlich bergauf. Teilweise war es so steil, dass man das Gefühl hatte, gar nicht vorwärts zu kommen. So sieht also der Weg für „Faule“ aus. Ob der andere Weg entspannter gewesen wäre und das die Strafe für den Versuch einer Abkürzung ist? Wir werden es nicht herausfinden, denn den anderen Weg werden wir uns aus Zeitgründen definitiv nicht mehr ansehen.
Nachdem wir die Wiese passiert hatten (immerhin war sie von der Sonne schon gut getrocknet), ging es in Schlangenlinien durch den Wald immer weiter hinauf. Ein einzelner Wanderer kam uns quietschfiedel entgegen. Ich bewundere diese Power, die andere Menschen haben!

Relativ überraschend ragte dann plötzlich ein Metallmast in einer Serpentinkurve auf. Beim Erreichen stellten wir fest, dass ist die Webcam. Perfekt! Und so schlimm war es ja eigentlich gar nicht :-D. Wir lasen uns fix die Bedienungsanleitung durch, denn hier werden die Bilder nur bei Bedarf geschossen.
Man stellt sich einfach gegenüber auf den roten Mittelpunkt, drückt den grünen Knopf auf der Infotafel und hat ca. 30 Sekunden Zeit, sich zu positionieren. Erst dann wird das Foto geschossen. Unser erster Versuch war natürlich nicht so richtig gut, aber durch die direkte Übertragung auf die Internetseite konnten wir es auf Anhieb feststellen und einfach einen zweiten Versuch wagen. Dieser sah dann deutlich besser aus.

Nach einer Ess- und Trinkpause ging es dann den gleichen Weg wieder hinab zu Juckel. Und wieder einmal war es deutlich entspannter, bergab zu laufen, sodass wir recht zügig zurück waren.
Die Wandersachen wurden wieder gegen bequeme Jogginghosen und Sneakers getauscht und bei einer kleinen Pause checkten wir die Wetter Apps, um den weiteren Tag zu planen. So richtig super sah das alles nicht aus, aber an der Malta Hochalmstraße könnten wir zumindest ein kleines trockenes Zeitfenster ergattern. In die nördliche Richtung würde es uns als nächstes sowieso führen, sodass wir einfach mal draufzusteuerten.
Es dauerte nicht lange als wir einen Tunnel passierten und anschließend dicke Regentropfen auf Juckel hinabfielen. Au wei. Die Geräuschkulisse in Juckel wird dann immer besonders laut, sodass es gar nicht leicht ist, sich noch zu unterhalten.
Immerhin dauerte die Fahrt ungefähr ne Stunde und wir hofften einfach, dass es dort, hinten den verschiedenen Bergen, durch die wir hindurchfuhren, besser aussah. In diesem Urlaub sind wir schließlich öfter durch Tunnel gefahren und auf der anderen Bergseite sah es ganz anders aus.
Irgendwann verließen wir die Autobahn. Es regnete noch immer und ich fragte mich ehrlich, warum wir diesen Umweg zur Hochalmstraße eigentlich noch einschieben. Da wir keinen Alternativplan hatten und es ja auch erst Donnerstag war, sagte ich mal einfach Nichts und ließ es mit mir geschehen.
Wir fuhren durch kleine Dörfer und es war einfach überhaupt nichts los. Nach gefühlten Stunden erreichten wir dann mit dem Fallbach-Wasserfall quasi den Startpunkt der Mautstraße. Wir machten noch eine Pause und überlegten hin und her. Laut Regenradar soll es in etwa 1,5 Stunden trocken sein. Das ist noch ganz schön lange hin. Sollen wir hier warten? Aber irgendwie gefiel uns der Parkplatz nicht und da die Maut der Straße ja in der Kärnten Card enthalten ist, haben wir nichts zu verlieren. Wir passierten also die Mautstelle und erwarteten eine schnelle Steigung und Parkplätze mit guten Aussichten. Irgendwie schlängelte sich die Straße aber gar nicht so steil immer zwischen den Bergen hindurch. Die gewonnenen Höhenmeter blieben erst einmal unbemerkt.

Irgendwann klarte es dann tatsächlich ein wenig auf. Die Ausblicke auf die schroffen Berge waren trotz des Wetters grandios. Nur Parkplätze blieben leider aus. Stattdessen erreichten wir eine Ampel, die im schlimmsten Fall 20 Minuten lang rot ist. Puh, zum Glück standen für uns nur 5 Warteminuten an.
Diese vergingen dann auch und nachdem wir einige sehr schmale Stellen teilweise durch Tunnel passierten, erblickten wir große blaue Himmelsflecken. Yeah. Scheinbar hat sich der Versuch absolut gelohnt. Kurz darauf erreichten wir dann das Besucherzentrum mit Hotel an Österreichs höchster Staumauer, der Kölnbreinsperre.

Wir parkten unseren Juckel problemlos ein. Kein Wunder, waren ja kaum Autos hier. Danach ging es dann mit der Kamera ausgestattet erst einmal ins Besucherzentrum. Hier kann man sich kostenfrei den Bau und die Elektrik der Staumauer ansehen. Wir gingen in die obere Etage von wo man auf eine Aussichtsterasse gelangt. Der Blick ist nett, aber eigentlich wollen wir ja auf die Staumauer. Zum Glück hatten wir von hier oben aber einen besseren Überblick und konnten den Zugang entdecken. Theoretisch soll es hier noch einen Shop geben, aber irgendwie haben wir den nicht entdeckt.
Also ging es wieder hinunter und über einen kleinen Zuweg auf die Staumauer. Zu verschiedenen Zeiten kann man diese sogar von innen besichtigen. Natürlich haben wir die erste Führung um 15 Minuten verpasst und müssten nun 2 Stunden auf die nächste warten. Vor einigen Jahren wurde schon die Staumauer am Möhnesee besichtigt. So viel anders wird es hier bestimmt auch nicht sein.

Der Blick hinab in den Flusslauf ist einfach fantastisch. Durch die vielen Nadelbäume könnte man auch denken, man wäre in Alaska oder Kanada. Wir genossen die Sonnenstrahlen und zogen langsam weiter zur Mitte. Dort gibt es eine Aussichtsplattform, den Airwalk. Heidewitzka… sowohl die Treppen, wie auch die untere Ebene bestehen aus Metallstufen, die einen Blick bis ganz hinab ins Tal gewähren. Was war ich froh, dass keiner gesehen hat, wie ich mich mit jedem Schritt weiter hinab gequält habe. Blöde Höhenangst! André machte derweil munter Fotos und musste nur ein wenig über mich schmunzeln. Der hat’s gut.
Zusammen machten wir noch ein paar nette Fotos ehe ich lieber wieder undurchsichtigen Boden erreichte.
Wir schlenderten zurück zum Parkplatz. Inzwischen hatte sich dieser deutlich mehr gefüllt. Ob der Regen nun auch unten im Tal aufgehört hat? Wäre schön, denn dann macht das Fahren einfach mehr Spaß.

Auf der anderen Seite gab es noch einen Gasthof. An diesem hantierten gerade Personen mit Skiern. Ok, es gibt noch Schneereste zu sehen, aber wo bitte wollen die hier Skifahren? Es bleibt uns leider ein Rätsel.
Dafür klärten wir nun, wie es weitergehen wird… Für die nächsten Tage ist unterirdisch schlechtes Wetter mit Überflutungsgefahr vorhergesagt. Hinzu kommt, dass in Bayern und Baden-Württemberg die Ferien aufhören und es daher zu enormen Reiseverkehr kommen wird… Das meiste, was wir machen wollten, haben wir gemacht. Fahren wir heute nun noch über die Großglockner-Alpenstraße oder lassen wir es lieber bleiben? Zeit dazu wäre noch und morgen brauchen wir es wettertechnisch gar nicht erst versuchen. Auch wenn die Aussicht heute wahrscheinlich auch nicht mehr die beste ist, wagten wir es. Zumindest steuerten wir erstmal in die richtige Richtung. Abbrechen können wir ja immer noch…
Auf der Rückfahrt hatten wir nun Pech und standen vor der roten Ampel mit 18 Minuten Wartezeit auf der Anzeige. Na gut, dann nutz ich die Zeit, ein bisschen Gemüse für einen kleinen Salat zu schnippeln. Gar nicht so leicht, wenn man wieder einmal sehr abschüssig parkt… Plötzlich sprang dann auch noch die Zeit um ganze 6 Minuten vor, sodass es gerade so geklappt hat.
Nun saß ich mit meiner Salatschüssel auf dem Schoß auf dem Beifahrersitz und musste zwischen all den Kurven und Tunneln höllisch aufpassen, nicht zu kleckern. Ganz schön anstrengend! Aber unfallfrei gemeistert :-).
Jetzt hatten wir sogar 2 Stunden Fahrt vor uns… Da unsere Toilette ziemlich voll war, nutzten wir noch eine kleine Parkplatztoilette beim Fallbach zur Entleerung. Eine bessere Alternative bot sich heute leider nicht. Zudem tankten wir den Juckel noch mal voll, denn auf der Malta Alpenstraße sprang die Resttankanzeige rapide hinab. Kein Wunder, ging es doch wieder ordentlich bergauf. Nur zum Wasserauffüllen entdeckten wir einfach nix. Allmählich wird es kritisch, denn selbst zum Klo nachspülen wird das Wasser nicht mehr lange reichen. Vielleicht finden wir ja eine ungeplante Möglichkeit unterwegs an einem der Autobahnraststätten. Pustekuchen!
Da es immer später wurde, ignorierten wir das Problem erst einmal und steuerten weiter den Beginn der Passstraße an. Leider war schon jetzt klar, dass wir den Abstecher auf die Kaiser Franz Josefs Höhe nicht mehr mitmachen können. Schade, denn auf den Gletscherblick habe ich mich eigentlich sehr gefreut. Hier ist aber am vergangenen Wochenende eine Schneelawine abgegangen und damit ist am Nachmittag, wenn der Schnee angeschmolzen ist, die Gefahr einfach zu groß. Immerhin zahlten wir dadurch auch 10 Euro weniger. Für 33 Euro durften wir nun starten.

Gleich am ersten Parkplatz hielten wir an, denn schon jetzt gab es eine gewaltige Aussicht. Außerdem schien noch die Sonne und da die Wolkendecke immer dichter wurde, wollten wir jeden Augenblick nutzen. So konnten wir auch einen schnellen Sportwagen vorbei lassen und uns dem nächsten Wegstück mit deutlich mehr Ruhe widmen.
Wann immer es ging, hielten wir an und machten Fotos. Unglaublich wie sich die Sichtweise ändert, wenn man einmal um die Kurve fährt! Die Fahrt hat sich schon jetzt gelohnt!

Wir kamen immer höher, mit jeder Fotopause wurde es merklich kühler und wir zogen uns ein wenig dicker an. Auch die Schneereste wurden immer mehr und mehr. Einfach krass, was für Schneewände noch an den Seiten stehen. Lediglich die Straße wurde mit einer dicken Fräse freigestellt. An einigen Stellen ragte der Schnee locker über das Wohnmobil hinüber.
Wir erreichten den höchsten Punkt und es waren gerade einmal 4 Grad. Brrr. Respekt an die Radfahrer, die hier auch wieder zu Hauf vertreten waren. Bei den Temperaturen mit einem doch sehr eisigen Wind möchte ich die weite und extrem steile Strecke keinesfalls meistern. Immerhin sind wir hier auf 2500 Metern Höhe.

Kurz danach entdeckten wir ein lustiges Warnschild. Wir sollen auf Murmeltiere achten. Schön wärs, wenn wir die Tiere auch mal entdecken würden. Noch nicht ganz ausgesprochen rief André plötzlich völlig nervös DA DA DA! Links neben der Straße hinter einem Zaun hatte er tatsächlich 2 Murmeltiere gesichtet. Obwohl wir mitten in einem Halteverbot waren, hielt André mit Warnblinklicht mitten auf der Straße an und schoß erste Beweisfotos. Dafür hat bestimmt jeder Verständnis :-D. Ein paar Hundert Meter später kam dann am Taunusfenster eine Parkgelegenheit. Von hier gingen wir dann bei eisigem Wind und fehlenden Sonnenstrahlen zurück zu der Stelle und konnten insgesamt 3 Murmeltiere beobachten. Eins davon machte sogar extra Männchen, damit wir es besonders gut sehen konnten. Wir waren einfach glücklich!
Wahrscheinlich war es die richtige Entscheidung hier zu einer Uhrzeit hinzufahren, zu der die meisten Tourimassen schon wieder verschwunden sind… Entspannt und mit der Hoffnung auf weitere Sichtungen fuhren wir immer weiter…

Als wir dann am Aussichtspunkt auf den Großglockner ankamen, war dieser natürlich hinter dicken Wolken versteckt. Egal! Wer weiß wie oft dieses Phänomen auch bei anderen Touristen anfällt… Dennoch haben sich die vielen schönen Blicke und die Sichtung der Murmeltiere gelohnt.
Allmählich ging es nun wieder den Berg hinab und wir freuten uns, dass unsere Bremsen keinerlei Probleme hatten. Einmal erwischte ich noch ein flinkes Murmeltier. Nur die Shops und Restaurants hatten alle schon geschlossen… Klar, war ja schon nach 18 Uhr und in Österreich macht alles spätestens um 18 Uhr zu :-D. Vielleicht sollten wir in Deutschland auch wieder dahin zurückkehren! Die Work-Life Balance scheint hier deutlich ausgewogener zu sein…

Auf die Edelweißspitze haben wir uns übrigens nicht getraut. Hier steht nämlich ein Verbotsschild für Wohnmobile und Busse und die Kopfsteinpflasterstraße sah schon ziemlich steil und eng aus. Erst viel später fiel uns ein, dass wir ja die Fahrräder hätten nehmen können. Autsch! Wir haben sie diesen Urlaub einfach viel zu selten genutzt!!!
Am zweiten Mauthäuschen angekommen, machten wir noch einmal eine längere Pause. Wir studierten Park4night. Wir suchten einen gepflasterten Stellplatz mit Wasserauffüllmöglichkeit. So richtig viele Optionen gab es leider nicht… Der nahe Campingplatz mit Wiesengrund war schon mächtig überfüllt und für uns keine Option. Ab heute Nacht soll es schließlich heftig regnen und allmählich begann der Regen auch…
Wir entdeckten in ca. 1 Stunde Entfernung einen privaten Stellplatz in Zell am See. Gepflastert, 10 Plätze und Wasser vorhanden. Hoffentlich haben die zu später Stunde noch ein freies Plätzchen… In der Nähe gibt es sonst zumindest noch eine Alternative mit 6 Plätzen, die allerdings nicht ganz so Knaller aussah.
Je näher wir an den Ort herankamen, desto klarer wurde uns, dass wir ein richtiges Tourinest erwischt haben. Damit schwand die Hoffnung auf einen freien Platz. Vor Ort angekommen wurden wir leider bestätigt. Selbst der Wasserzugang war schon gut zugeparkt und statt der gedachten 10 standen mindestens 20 Mobile auf dem Hof.
Auch mit noch weniger Hoffnung schauten wir uns die Alternative an. Housten, wir haben ein Problem! Aus Ermangelung an Ideen steuerten wir als nächstes in Saalfelden einen freien Platz mit kleinem Toilettenhäuschen an. Notfalls füllen wir halt 1-2 Mal unseren 10 Liter Kanister, damit wir wenigstens das Klo benutzen können und Wasser zum Zähneputzen haben.
Satz mit X, war wohl nix. Der Platz wurde von einer Kirmes belagert. Erschreckenderweise war die Feuerwehr gerade dabei, den schon sehr matschigen Platz zu räumen. Ok, von hier ist es nicht mehr allzuweit bis Kufstein und dort hat es in den vergangenen Tagen so gehagelt, dass es wie im tiefsten Winter aussah. Scheinbar gab es auch hier ordentliche Wassermassen. Aber was genau erwartet die Feuerwehr, wenn sie schon evakuieren? Ein mulmiges Gefühl stieg in uns auf…
Bis zum nächsten Stellplatz mit Wasser sind es erneut 45 Minuten zu fahren… Kufstein oder Kiefersfelden… Dann wären wir sogar schon wieder in Deutschland… So war das eigentlich nicht geplant! Wir bissen in den sauren Apfel und fuhren weiter. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass es inzwischen 21 Uhr ist und wir bis auf den kleinen Salat und ein paar Schokoriegeln noch nicht wirklich gegessen haben? Die Laune wurde demnach nicht wesentlich besser….
Gegen 22 Uhr erreichten wir dann endlich den Platz. Auch dieser war brechend voll und ein zeitgleich ankommendes Wohnmobil schnappte sich den letzten Platz. Egal, Hauptsache wir können erst einmal Wasser tanken. Was war ich erleichtert, als das Plätschern begann! Wir ließen auch gleich das Abwasser raus und entsorgten unseren Müll. Scheinbar ist die Stadt auf diese Tourimassen nicht eingestellt, denn die Mülleimer quollen schon über. Für die Übernachtung war dieser Platz eh nicht der Knaller. Direkt neben der Bahnlinie und auf der anderen Seite standen keine 50 Meter weiter zig Reihenhäuser dicht an dicht.
Wir checkten Park4night erneut. Jetzt, ohne Wassermangel, gab es schon deutlich mehr Auswahl und wir entschieden uns für einen Wanderparkplatz am Skilift. Eigentlich keine 10 Minuten entfernt… Wenn wir nicht am goldenen M vorbeigelotst worden wären :-D. Auch hier, direkt neben der Autobahn, war der Parkplatz mit Wohnmobilen und Wohnwogen gut gefüllt. Wollen die etwa hier übernachten? Nein! Die meisten wollten wohl die Nacht durchfahren und brauchten noch eine Stärkung. Ob die alle in den Urlaub fahren oder auf Grund der Hochwasserwarnung aus Italien flüchten? Eigentlich kann es uns egal sein… Das Essen war frisch, heiß und lecker. Eine absolute Wohltat! Deutlich besser gelaunt ging es nun die letzten Kilometer zum Schlafplatz. Hier standen zwar schon 2 Mobile, aber für uns war noch genug Platz. Mit leichter Schräglage auch absolut akzeptabel.
Im Dauerregen machten wir noch einen Spaziergang zum Parkscheinautomat. Schade, im Voraus können keine Tickets ausgestellt werden. Ob wir uns wirklich für 8 Uhr den Wecker stellen? Ich glaube ja fast nicht :-D.
Völlig erschossen bekamen wir beim Zähneputzen noch mit, wie ein weiteres Mobil ankam und danach verabschiedeten wir uns ins Land der Träume.
So viel wollten wir heute eigentlich wirklich nicht fahren!