Nachdem die letzten 2 Tage ziemlich voll mit Programm und sportlichen Aktivitäten waren, haben wir sehr gut geschlafen. Natürlich spielte uns dabei in die Karten, dass wir endlich mal wieder ziemlich gerade geparkt hatten und der Platz an sich einfach super ruhig war. Zudem hatten wir tierisch Glück, dass es zumindest über Nacht regenfrei blieb.
Ab 8 Uhr muss man für diesen Parkplatz bezahlen… brav hatten wir zwar den Wecker gestellt, es aber dann einfach nicht geschafft, aufzustehen. Zum Glück kam keiner kontrollieren. Gegen 08:40 Uhr haben wir dann die 3 € am Parkscheinautomat gezahlt und uns selbst damit noch einmal den Stress, schnell weiterzukommen, rausgenommen. Eigentlich wollten wir ja auch gar nicht so früh schon wieder Richtung Heimat fahren, aber bei dem Wetter lohnt es sich nicht wirklich, hier unten zu bleiben. Die Hochwasserwarnungen wurden auch nicht weniger… Laut Regenradar sollte es nördlich von Frankfurt freundlicher werden.
Ganz gemütlich frühstückten wir, daddelten noch ein wenig auf den Smartphones, räumten alles beisammen und so war es schon fast 11 Uhr, als wir vom Hofe fuhren.
Zunächst fuhren wir noch einmal nach Österreich zurück. Schließlich waren es nur wenige Kilometer und dort ist der Diesel deutlich günstiger. Nachdem wir vollgetankt hatten, ging es dann über die A93 zur A8 immer weiter Richtung München. Die ganze Fahrt wurde von starkem Regen begleitet, was es nicht unbedingt angenehmer machte. Hinzu kamen etliche LKW’s, Wohnwagen und Baustellen. Am schlimmsten war es dann aber, über den Münchener Ring zu fahren… Aber für besondere Caches muss man schon ein paar Opfer bringen ;-). Und ganz ehrlich, die Stauvorhersagen für die weiteren Fahrten waren auch alles andere als rosig…
Nachdem wir uns bis zum Olympiapark vorgekämpft hatten, war der angestrebte Parkplatz natürlich gesperrt. Nur Fahrzeuge mit Sonderberechtigung durften hinauf. Haben wir wieder ein Großevent getroffen? Mit dem richtigen Instinkt landeten wir aber schon 2 Straßen weiter an einem großen, kostenfreien Parkstreifen mit direktem Zugang zum Park. Einzig die Wegstrecke zu dem besonderen Cache hat sich dadurch deutlich verlängert. Aber nach so viel Sitzen gestern und heute kann ein bisschen Bewegung auch nicht schaden. Daher entschieden wir uns auch gegen die vor uns parkenden E-Scooter.
Wir schlüpften in unsere Regensachen und watschelten los. Bei dem Wetter ist der Park immerhin schön leer. Schon bald erreichten wir dann die Koordinaten und konnten einen weiteren Master of Mystery nach etwas längerer Suche (weil wir uns ein ganz klein wenig dumm angestellt hatten), finden.
Da zu dieser Reihe auch ein Halbzeit-Bonus gehört, steuerten wir diesen als nächstes an. Allerdings liegen die Koordinaten hier mitten im Gebüsch an einem recht steilen Abhang. Die vielen Regenmassen haben ihn sehr rutschig gemacht und es war nicht einfach, von links nach rechts zu stapfen. Den Hinweis zum Cache verstanden wir auch nicht wirklich und nach fast 40 Minuten Suche waren wir ziemlich nass und durchgefroren und gaben auf.

Zum Aufwärmen ging es nun noch fix auf den höchsten Aussichtspunkt. Trotz Regen hatten wir eine nette Sicht zum Stadion und über die Stadt. Und noch besser, wir waren wirklich komplett alleine! Dadurch konnten wir hier auch noch einen sehr dreist versteckten Cache tiefenentspannt öffnen und loggen. Danach wollten wir aber auch fix hinunter, denn der Wind, der hier fegte, in Verbindung mit dem nervigen Regen, machte es doch ziemlich kühl.

Zurück bei Juckel zogen wir uns erst einmal wieder um und hängten die nassen Sachen zum Trocknen ins Bad. Wir verspürten ein Hüngerchen… Aber direkt an der zweispurigen Schnellstraße wollten wir nun nicht essen und entschieden, erst einmal aus München rauszufahren und dann einen Autobahnparkplatz anzusteuern.
Zum Glück war der Weg aus München raus deutlich kürzer und schneller und schon bald erreichten wir einen etwas abgelegenen Parkplatz. Wir bereiteten Rührei, Bockwürstchen und Salat vor. Grillen werden wir die nächsten Tage wetterbedingt vermutlich nicht und so kommen schon mal wieder ein paar verderbliche Sachen weg. Eigentlich mag ich diese schnellen Mittagspausen unterwegs. Zudem sind sie viel kalorienärmer und halten besser satt. Aber im Urlaub fehlte dafür dennoch die Zeit. Kein Wunder, wenn alles immer schon um 18 Uhr schließt
Auf dem Parkplatz konnten wir dann auch gleich den ganzen angesammelten Müll entsorgen. Nur das Abspülen verschoben wir wieder einmal auf den Abend, weil es zu lange dauern würde, bis das Wasser warm geworden wäre. Also wurde alles klapperarm in dem kleinen Spülbecken verstaut und weiter ging die Reise.
Als grobes Ziel hatten wir uns den nächsten Master of Mystery in Wiesbaden gesetzt, wobei es uns eigentlich schon reichen würde, wenn wir mal wieder trockene Gefilde erreichen könnten. Da es inzwischen aber schon recht spät ist und das Navi bis Wiesbaden knappe 4,5 Stunden einplant, vermute ich, dass wir dort nicht mehr ankommen und uns unterwegs ein schönes Schlafplätzchen suchen werden.
Die Stunden vergingen und es regnete und regnete und regnete. Dazu gab es immer mal ein wenig Stau und etliche Baustellen. Die Fahrt zog sich und zog sich… Allmählich schaute ich daher mal, was Park4night zu bieten hat. Sobald wir in die Ballungsgebiete Frankfurt/Wiesbaden kommen, wird es bestimmt nicht mehr ganz so einfach. Auf Höhe von Aschaffenburg entdeckte ich dann gleich 2 grüne, also kostenfreie offizielle Stellplätze. Die Bewertungen sahen ganz gut aus und so entschieden wir uns für den in Heimbuchenthal. Dieser Platz wurde relativ neu angelegt, verfügt über vier asphaltierte Plätze (was bei dem aktuellen Wetter sicher eine gute Wahl ist) und versprach, relativ ruhig zu liegen.
Von der Autobahn waren es dann ca. 13 Minuten bis zum Stellplatz. Für die schnelle Durchreise schon fast zu weit weg, sodass wir uns trotz späterer Zeit gute Chancen ausrechneten, noch einen freien Platz zu ergattern. Juckel steuerte mal wieder über Landstraßen. In Deutschland ist das aber definitiv entspannter als in Österreich und so erreichten wir den Platz. Es standen schon 3 Camper dort. Zwei gehörten scheinbar zusammen und teilten sich eine Parzelle. Dadurch konnten wir uns sogar noch aussuchen, welchen der beiden Plätze wir nehmen. Perfekt. Allerdings ist auch dieser Platz mal wieder relativ uneben. Au man, warum macht man das??? Sollen wir uns vielleicht doch mal Keile anschaffen? Egal, meckern half jetzt nicht und wir arrangierten uns mit der Situation. Wenn nichts mehr dazwischen kommt, ist dies eh erstmal wieder die letzte Nacht in Juckel. Ganz abgeneigt, morgen nach Hause zu kommen, waren wir nicht. Schließlich ist am Abend das Champions League Finale, bei dem Dortmund gegen Real Madrid antritt… Da wird die Stimmung in Dortmund bestimmt gewaltig sein…
Den Abend verbrachten wir dann mit Essen kochen. Zur Feier des Tages gab es Nudeln :-D. Die schweren Vorräte wollen schließlich verbraucht werden, um nicht wieder hoch, in unsere Wohnung geschleppt zu werden. Anschließend ging es für uns beide unter die heiße Dusche. Es ist schon schön, wenn man genug Wasser im Tank hat ;-). Danach kümmerten wir uns dann um den geliebten Abwasch… Mittag- und Abendessen in Juckel… da kam schon einiges an Geschirr zusammen. Nachdem wir damit dann endlich fertig waren, verspürten wir noch einen süßen Zahn. Am liebsten hätte ich ja mal wieder ein Eis gegessen. Wir sind einfach zu selten an Eisdielen vorbeigekommen… Allerdings hat der einzige Supermarkt im Umkreis bereits geschlossen und so rührten wir uns noch eine leckere Schlemmercreme an. Natürlich durften wir danach schon wieder spülen :-D. Ein abendfüllendes Programm.
Wir lasen noch ein paar Seiten in unseren Büchern als der Platz neben uns belegt wurde. Zum Glück waren aber alle bei dem Wetter in ihren WoMos geblieben sodass es dennoch absolut ruhig blieb. Schon bald fielen uns dann vor Müdigkeit die Augen zu…