Nach einer ruhigen, schiefen Nacht wurden wir am Morgen wach und hörten, dass die ersten Camper bereits vom Hofe fuhren. Hey, wir haben uns in diesem Urlaub wirklich geändert… früher waren wir meist die ersten :-D.
Leider regnete es noch immer und so fiel uns der Abschied hier nach dem obligatorischen Frühstück nicht allzu schwer…
Bis Wiesbaden hatten wir noch knapp 45 Minuten zu fahren. Natürlich waren die Straßen schon gut gefüllt, aber die Baustellen wurden allmählich weniger. Immerhin…
Obwohl der Cache nicht direkt in der Innenstadt sondern einem waldigen Außenbereich lag, mussten wir uns mal wieder durch ziemlich kleine Straßen quetschen. Das ist mit einem größeren Auto irgendwann echt nervig. Zumal entgegenkommende Fahrzeuge meist wenig Verständnis haben und uns selten die Vorfahrt bei Hindernissen gewähren… Haben halt alle Zeitstress… Wichtig ist uns, dass wir unfallfrei ankommen und da warten wir auch mal gerne etwas länger.
Irgendwann erreichten wir dann auch den Wanderparkplatz. Mit den eingezeichneten Linien konnten wir natürlich nicht viel anfangen und stellten uns einfach quer. Bei dem Wetter werden hier vermutlich heute keine großen Besucherzahlen erwartet, da sollte das kein Problem sein. Wieder einmal zogen wir uns die Regensachen über und machten uns auf den Weg. Etwas über einen Kilometer zeigte das GPS Gerät an. Was uns vorher allerdings mal wieder nicht klar war… natürlich einiges bergauf… klar, auch die letzte Wanderung in diesem Urlaub konnte ja schlecht aus der Reihe tanzen :-D.
Zum Glück war es aber nicht lange bergauf und wir erreichten zügigen Schrittes die Koordinaten. Lediglich eine Frau kam uns mit ihren beiden Hunden entgegen. Der Cache war ein schneller Fund und schon konnten wir umdrehen. Zu unserer eigenen Überraschung regnete es auch gar nicht mehr so sehr. Vielleicht erreichen wir ja doch bald wieder blauen Himmel und Sonnenschein? Nach zwei Regentagen wäre es mal wieder dringend nötig! Zurück bei Juckel zogen wir uns erneut um. Ein Spaziergänger sah unser Kennzeichen und musste uns natürlich auf das abendliche Finale ansprechen. Hoffentlich schafft es der BVB!
Danach setzten wir unsere Fahrt gen Heimat fort. Schließlich waren es noch gute 3 Stunden bis Dortmund. Kurz hinter Frankfurt hörte der Regen dann auch tatsächlich auf. Ein Lichtblick! Dadurch konnten wir auch endlich mal wieder dem deutschen Radio lauschen. Wenn sich aber alle 30 Minuten die gleichen Nachrichten immer wiederholen, wird es irgendwann echt nervig und wir wollten nicht noch häufiger hören, dass am Abend das Finale ausgetragen wird. Wir sind auch so schon rappelig genug :-D.
Natürlich überkam uns unterwegs noch einmal eine große Hungerattacke. Kein Wunder, waren wir ja auch schon wieder fleißig gewandert. Aus Ermangelung an Alternativen ging es tatsächlich noch einmal zum Goldenen M… eine neue Marotte, die wir uns schnellstmöglich wieder abgewöhnen müssen!
Wenigstens hatten wir auch hier wieder ein gutes Händchen bzw. Timing und erwischten frische, heiße und vor allem knackige Pommes. Anschließend waren wir gestärkt, die letzten 100 Kilometer zu meistern.. Um Leverkusen herum gab es dann noch einmal Stau wegen einer Baustelle, aber im großen und ganzen lief es echt gut und wir waren bereits gegen 14 Uhr zurück in Dortmund.
Schon auf der B1 wehten die schwarzgelben Fahnen und gefühlt gab es keine Fußgänger, die andere Farben trugen. Die spürbare Euphorie hatte uns gleich mit in ihren Bann gezogen.
Die Wartezeit zum Spielbeginn nutzten wir mit Ausräumen. Es ist schon immer wieder beachtlich, wie viel eigentlich in so einen kleinen Kastenwagen reinpasst… Auf Grund des schlechten Wetters mussten natürlich auch die Räder noch trocken gelegt werden und auch das Schlauchboot sollte lieber noch mal lüften. Hier hatte sich nämlich noch ein wenig Wasser abgesetzt… Auch die ersten zwei Maschinen Wäsche liefen, bis dann endlich um 21 Uhr das Spiel begann…
Tja, und dann sah alles erst so gut aus und endete wieder einmal in einer Niederlage. Um richtig traurig zu sein, fehlte mir heute (zum Glück) aber die Kraft und wir gingen direkt nach Spielabpfiff ins Bett… Einzig positiv, jetzt müssen wir morgen nicht in die Stadt zum Korso sondern können den fleißigen Juckel in Ruhe putzen und das Chaos in der Wohnung entspannt verräumen, ehe es am Montag mal wieder auf die Arbeit geht… Aber keine Angst, bis zur nächsten großen Tour sind es gerade mal 6 Wochen :-D.