Inzwischen sind wir ja eigentlich relativ geübt, was wir wie packen, um es schnell in unseren Juckel zu räumen… Aber irgendwie war die letzte Woche (wir waren ja nur 3 Tage zu Hause) ganz schön schlauchend und so war die Motivation gestern nicht die aller größte bzw. standen wir wohl noch ein wenig neben uns…
Jedenfalls hatten wir geplant, dass André mich heute zwischen 14 und 16 Uhr am Kindergarten einsammelt… Irgendwie musste er dann aber doch noch mehr einräumen, als gedacht. Gut, Essen aus dem Kühlschrank und Technik, sowie die Fahrräder waren eh geplant… Aber irgendwie kamen dann doch noch ein paar Sachen mehr zusammen und so war ich dann um 16 Uhr die letzte am Kindergarten, die noch nicht abgeholt wurde :-D.
Zum Glück musste ich nicht mehr allzu lange warten und wir konnten in den Urlaub starten. Google Maps dachte sich dann auch gleich, unsere Nerven weiterhin zu strapazieren und navigierte uns einen schönen stauigen Umweg zur A44. Ab da lief es dann endlich und allmählich setzte ein wenig Entspannung ein.
Für heute hatten wir uns als Wunschziel einen besonderen Earthcache bei Neuhaus an der Pegnitz im Norden Bayerns ausgewählt. Immerhin fast 500 Kilometer von zu Hause entfernt. Mal schauen, wie es läuft…
Je später es wurde, desto freier wurden die Autobahnen und wir kamen relativ gut voran. Als wir dann bei Schweinfurt von der A7 auf die A70 wechselten, erwischte uns ein kurzer aber sehr heftiger Regenschauer. Scheinbar sind nicht alle Autofahrer so vorausschauend und entspannt wie André, denn innerhalb kürzester Zeit kamen wir an drei Autounfällen vorbei. Zwei davon auf unserer Seite, einer in Gegenrichtung. Der letzte Unfall schien auch gerade erst passiert zu sein, denn es waren noch keinerlei Einsatzkräfte vor Ort und überall lagen Fahrzeugteile zerstreut. Auf den ersten Blick schien aber Niemandem etwas passiert zu sein. Zum Glück.
Auch wir merkten, dass die Konzentration allmählich nachließ und so schaute ich schnell, was es für sinnvolle Schlafplätze im Umkreis gab. Bei Park4night wurde ich dann rasch fündig und so steuerten wir einen normalen Wanderparkplatz bei Plech an. Für die letzten Kilometer verließen wir daher die Autobahn und ließen uns über schmalere Landstraßen mitten durch bayrische Kleinorte navigieren. Hier war auf den Straßen zum Glück auch Nichts mehr los.
Als wir dann in die kleine Seitenstraße einbogen, sahen wir kurz hinter uns im Rückspiegel weitere Scheinwerfer. Hoffentlich keine Jugendlichen oder Jemand, der etwas gegen unsere Idee, dort zu übernachten hat.
Am Platz angekommen stand bereits ein kleiner VW Camper auf dem besten Platz. Gerade Standfläche, trockener Untergrund und die beste Aussicht. Tja, so ist das, wenn man zu spät anreist… Auch die Scheinwerfer fuhren auf den Parkplatz. Zu unserer Überraschung ein weiterer Kastenwagen. Wir stimmten uns fix ab, wer wo und wie parkt, um die Durchfahrt für Waldfahrzeuge freizulassen und dennoch auf sicherem Grund und halbwegs gerade zu stehen.
Wir waren inzwischen recht k.o., richteten uns alles gemütlich ein und daddelten noch ein wenig auf den Smartphones, als noch 2 weitere Camper einfuhren. Immerhin gaben sie sich Mühe, alles schnell und leise zu erledigen und so konnten wir schon bald in einen herrlich ruhigen Schlaf fallen. Von der nahen Landstraße waren keinerlei Autogeräusche wahrzunehmen und die Schieflage ließ sich auch aushalten. Juhuu!