Die Schiffe haben wir heute Nacht nicht mehr gehört, aber am frühen Morgen müssen einige größere Fische immer mal in Ufernähe gesprungen sein. Jedenfalls brachte uns dieses ungewohnte Geräusch dazu, doch mal neugierig aus dem Fenster zu schauen…
Der Wecker klingelte heute schon um 7:30 Uhr. So früh, weil wir von Rumänien zurück die Uhr wieder eine Stunde zurückgestellt haben und es sich im Hinblick auf das Urlaubsende nicht mehr lohnt, jetzt plötzlich wieder eine Stunde länger zu schlafen :-(.
Beim morgendlichen Besuch im Bad stellten wir dann fest, dass unser Abwassertank ziemlich voll ist und ein unangenehmer Geruch ins Auto kommt. Wird also dringend Zeit, ihn gleich noch auf dem Weg zur Autobahn zu entleeren! Nicht, dass der Tank noch überschwappt und das Ganze Abwasser in die Duschwanne läuft…
Erstmal gab es aber noch ein gemütliches Frühstück!
Auf dem Weg zur Autobahn leerten wir dann auch direkt den Tank und konnten so noch fix spülen, ehe es zielstrebig auf die Grenze nach Tschechien zuging. Diese war nicht mehr allzu weit entfernt und so waren wir nun schon wieder in Tschechien und damit deutlich näher an der Heimat :-(.
Wir fuhren immer weiter und hatten bis Brünn keinerlei Schwierigkeiten. Dort gab es dann ein wenig Stau, der uns aber auch nicht wirklich ausbremste… Für den Rückweg hatten wir uns dieses Mal eine etwas andere Strecke ausgesucht, denn wir wollten den Master of Mystery in Karlsbad noch mitnehmen… Dadurch waren wir auch relativ nah an einem weiteren tschechischem Bundesland, in dem wir noch keinen Cache gefunden hatten. Das sollte natürlich geändert werden!
Schwupps, ging es mal wieder von der Autobahn hinunter und die Fahrt zog sich mal wieder über Landstraßen, die immer wieder durch Ortschaften gingen… Die Autobahn befindet sich auch hier noch im Bau…
Den Cache konnten wir dann bei einem willkommenen Spaziergang fix einsammeln und weiter ging es ins benachbarte Karlsbad. Hier war es schon wieder ziemlich heiß und dicke Gewitterwolken zogen gefährlich in unsere Richtung. Ob das gut geht? Für den Master of Mystery mussten wir nämlich etwa 1,5 Kilometer durch waldiges Gebiet zu einem erhöhten Aussichtspunkt wandern…

Glücklicherweise war die Steigung nur am Anfang fies und anschließend ging es über gut asphaltierte Wege nur noch gemächlich höher. Dank der Bäume hatten wir viel Schatten. Allerdings muss es hier schon geregnet haben, denn die Böden waren ziemlich nass und damit ein Paradies für Mücken. Natürlich hatten wir uns nicht eingesprüht und waren damit ein gefundenes Fressen.

Am Cache angekommen mussten wir uns hinter der Absperrung ein wenig den Abhang hinunter quälen. Es sah jedoch schlimmer aus, als es letztendlich war und nach einem erfolgreichen Logbucheintrag genossen wir noch ein wenig den schönen Ausblick.
Anschließend machten wir uns wieder an den Abstieg und als wir zurück bei Juckel auf dem Parkplatz waren, waren alle Gewitterwolken verschwunden. Jippie! Wir machten noch eine kleine Snackpause und steuerten nun direkt auf die deutsche Grenze zu, die wir nach knapp 40 Minuten schon erreichten.
Die kurzfristig zur EM eingeführten Grenzkontrollen waren noch sichtbar, aber unser Anhalten war unnötig und der Grenzbeamte schickte uns gleich weiter. Leider hatte André Juckel genau auf einer der Bodenwellen gehalten, sodass diese erstmal schön wegflog und das Geräusch der Reifen nicht wirklich gesund klang.
Kaum waren wir über die Grenze, wurden wir regelrecht von den vielen deutschen Hinweis- und Warnschildern reizüberflutet. In anderen Ländern gibt es beispielsweise 2 Schilder am Zebrastreifen. In Deutschland meistens 6. Dazu noch die Geschwindigkeits- und Überholverbotsschilder und schon wird der geübte Autofahrer regelrecht abgelenkt um ja kein Schild zu missachten. Ist das wirklich nötig???
Bis zu unserem Wunsch-Schlafplatz in der Nähe der Burgruine Weißenstein bei Waldershof war es nun noch eine 30 minütige Fahrt. Diese unterbrachen wir aber, da wir in Marktredwitz noch einmal den kostenfreien Stellplatz zum Befüllen des Wassertanks ansteuerten. Der schön ausgebaute Stellplatz war brechend voll. Sowas mögen wir ja gar nicht! Gut, dass wir von vornherein einen anderen Platz ausgesucht haben!
Zum Wassertanken mussten wir nun tatsächlich das erste Mal in diesem Urlaub den eigenen Wasserschlauch nutzen. Natürlich haben wir ihn bei der letzten Ausräumaktion ganz hinten in der Garage verstaut und so mussten wir uns erst einmal einen Weg durch die vielen leeren Flaschen suchen. Nervig!
Beim Befüllen fing es dann auch gleich noch an zu regnen und unser Plan, gleich am Platz den Grill anzuwerfen, erledigte sich mal wieder von alleine. So nutzten wir die Gelegenheit, das goldene M zu besuchen. Nach 3 Wochen schmeckten die Pommes heute besonders gut ;-).
Mit gefülltem Magen ging es nun zum Schlafplatz. Dieser lag sehr abgelegen und war komplett leer. Perfekt! Da der Regen aufgehört hatte überlegten wir spontan, die Wanderung zur Burgruine und einem seltenen Earthcache heute noch zu machen. Ein Blick auf’s Regenradar versprach, dass es trocken bleibt. Morgen früh sieht es da deutlich schlechter aus…
Also Duschwasser wieder abstellen, Wanderschuhe anziehen und los ging es auf die ca. 2 Kilometer.
Wir wanderten über gut ausgebaute Wanderwege und auch die Steigung war relativ moderat. Erst die letzten Meter, die wir wegen dem Cache etwas abweichend der Haupt-Wanderstrecke, bestritten, waren etwas mühseliger.

Die Fragen ließen sich gut beantworten und nachdem wir ein paar schöne Fotos gemacht hatten, ging es nun natürlich noch ein paar Höhenmeter weiter zur Burgruine.

Auch hier waren wir ganz alleine und mit den letzten wenigen Sonnenstrahlen gab es ein mystisches Gefühl und damit einen perfekten Ausklang des Tages.

Wir blieben deutlich länger als erwartet und als wir dann recht spät zurück bei Juckel waren, stand noch ein weiteres Wohnmobil auf dem Parkplatz. Freundlicherweise mit sehr viel Abstand.
Das Duschwasser wurde wieder erhitzt und die warme Dusche tat gut.
Anschließend planten wir noch ein wenig den nächsten Tag, denn im näheren Umkreis können wir noch zwei weitere seltene Earthcaches besuchen. Außerdem gäbe es noch einen besonderen Virtual, bei dem allerdings der Pegelstand eine Rolle spielt. So richtig ideal sind die Voraussetzungen noch nicht, aber so oft kommen wir hier nun mal nicht vorbei…
Wir ließen die Entscheidung offen und schauen morgen spontan, wie das Wetter ist und wie lange wir für die beiden anderen Caches benötigen…