Morgens sind wir dann in dichtem Nebel erwacht, der sich aber schon während des Frühstücks lockerte. Gegen Wolken haben wir nix aber wenn es heute zur Bicaz Schlucht gehen soll, wäre Sicht doch wichtig…
Unten war es dann zwar bewölkt aber man konnte immerhin sehen. Mit 19 Grad endlich mal angenehm. Wir tankten noch fix den besseren Diesel und fuhren etwa 45 Minuten weiter zur Bicaz Schlucht.

Schon am roten See machten wir eine Pause. Hier war ein absolut touristischer Ort mit allem Quatsch. Zur Aussichtsplattform kamen wir wegen einer kaputten Brücke und dem falschen Schuhwerk leider nicht. Dennoch ist auch hier die Natur einfach grandios, kein Wunder, dass so viele Reisebusse halten…

Etwas weiter kam dann die eigentliche Schlucht. Die vorhandenen Parkplätze waren alle mit Souvenirständen zugepflastert, sodass wir ein ganzes Stück entfernt parken mussten. Es war etwas abenteuerlich, auf der schmalen Straße bei den vielen Autos zurück zu gehen. Wenigstens war es weiterhin nicht zu heiß. Witzigerweise musste es ausgerechnet jetzt ein wenig regnen.

Nachdem wir ein paar schöne Fotos gemacht hatten, ging es zurück zum Auto. Recht fix waren wir dann auch aus dem interessantesten Teil der Strecke raus. Lohnenswert sind hier laut Internet auch einige Wanderungen, aber bei dem unbeständigen Wetter haben wir uns nicht getraut.

Dennoch blieb es kurvenreich und mir wurde durch die steigenden Temperaturen bald schlecht 🙈.
Am Ende mussten wir uns entscheiden, ob wir den direkten Weg nach Neamt nehmen wollen oder am Bicaz See vorbei. Natürlich entschieden wir uns für den Weg am See vorbei… Es hat sich gelohnt denn von oben gab es tolle Ausblicke! Leider trafen wir am Parkplatz auch auf eine ganz kleine und verspielte Katze die am liebsten mit uns gefahren wäre. Glücklicherweise kamen später andere Touris die uns die Katze quasi abnahmen. Au man, ich hab den weißen Hund noch nicht mal vergessen und dann schon wieder so ein Schicksal…

Je tiefer wir fuhren, desto näher kamen wir der 30 Grad Marke. Immerhin hätte es auf dem Weg nach Neamt zig Parkplätze im Schatten gegeben. Schade, denn wir brauchen zum Kochen erst noch Wasser. Dieses Mal wollen wir nix riskieren und lieber abgefülltes Wasser aus dem Supermarkt nehmen. Dieses bekamen wir dann auch im Kaufland in Neamt. Natürlich heizte sich das Auto leider auch gleich wieder auf…
Etwas außerhalb machten wir noch eine kleine Snackpause mit frischem Kuchen. So ging es meinem Magen wieder besser und wir steuerten den ca. eine Stunde entfernt liegenden Schlafspot an. Diesen hatten wir gestern Abend schon auserkoren, denn in weniger touristischen Gebieten wird die Suche schwieriger…

Dort angekommen erwartete uns eine große Schotterwiese am Fluss, schön weit weg von der Straße. Um uns herum weideten alle möglichen Tiere und eine Pferdekutsche kam regelmäßig vorbei um Sand abzuholen. Scheint beim Bau zu Hause gebraucht zu werden 😂. Für uns interessierte sich keiner und so genossen wir den Schatten unter unserer Markise und kochten Nudeln. Puh tat das gut endlich mal wieder was richtiges im Bauch zu haben. Scheinbar sind alle Magenprobleme überwunden denn wir behielten alles drin. Endlich!!
Zwischendurch überflogen uns einige Kampfflugzeuge, die uns ganz schnell an die Realität erinnerten. Inzwischen sind wir nämlich nicht mehr allzu weit von der ukrainischen Grenze entfernt… Später haben wir dann erfahren, dass an diesem Tag Trümmerteile in Rumänien gefunden worden sind, weshalb ein paar Aufklärer losgeschickt wurden… Diese haben wir dann wohl gesichtet.
Es zogen Regenwolken auf und auch das Wetterradar versprach noch einigen Regen.
Plötzlich wurde es sehr windig und der Sand flog uns ordentlich um die Ohren. Wir räumten fix alles ein und schlossen schweren Herzens die Fenster. Schade, denn der frische Wind tat eigentlich gut.
Irgendwann begann dann auch der Regen und Andrè’s Handy gab mal wieder Warntöne. Offenbar kommt in den nächsten 2 Stunden ein großes Regengebiet mit bis zu 40l pro Quadratmeter und Hagel. Mal schauen…
Wir haben es uns dann innen gemütlich gemacht und die Zeit zum Aufräumen und Spülen genutzt. Es regnete zwar, aber die angekündigten Unwetter sind knapp an uns vorbei gezogen. Wieder mal Glück gehabt!
Bevor es dunkel wurde hörte der Regen sogar wieder auf und die Kutsche kam noch mal zum Sand auffüllen und die Schafherde zum Trinken.