Da es gestern Abend ja noch recht warm in Juckel war, ließen wir alle Fenster auf und bekamen ab 5:30 Uhr die Quittung als alle zur Arbeit fuhren. Fix aufs Klo und Fenster zu. Bis acht konnten wir dann doch noch weiter schlafen…
Morgens füllten wir dann Juckel noch mal komplett voll mit Wasser und stellten auch einen 15 Liter Reservekanister in die Garage. Nachdem wir noch gespült hatten ging es dann endlich los.
2 Stunden soll die Fahrt zur Salina Turda dauern. Immerhin geht das letzte Stück über die Autobahn, ich kann es kaum glauben 😂.
Zwischendurch machten wir noch eine kleine Pause, die Wärme (wieder 27 Grad) und die vielen Kurven machten es mir nicht leicht… Da war dann leider ein völlig abgemagerter Hund. Wir entschieden uns dagegen, ihn zu füttern, was wir abends bitter bereuten… Dazu aber später mehr.

Als wir an der Salina ankamen, war natürlich ein wenig Parkchaos. Der kostenlose Platz war restlos voll und so ging es auf den abgelegeneren Bezahlparkplatz. Immerhin war weiter hinten ausreichend Platz für uns… Hoffentlich parken die alle so, dass wir später hinauskommen. Mit 5 Lei die Stunde sogar akzeptabel vom Preis.
Bei 30 Grad und viel Wind packten wir unseren Rucksack voll mit warmen Sachen, wobei so richtig warme Anziehsachen haben wir gar nicht dabei :-D. In der Saline sollen es nämlich konstant 10-12 Grad sein. Nach all der Hitze also ein absoluter Temperatursturz, mal schauen…. Auch Essen packten wir ein wenig ein, schließlich ist es fast Mittag…
Am Eingang war kaum was los, sodass wir nicht lange anstehen mussten. Dort erfuhren wir schon, dass das Fotografieren mit der Kamera verboten ist und man nur die Handys nehmen darf… Hätten wir die also im Auto lassen können…

Durch den Eingang folgte ein kurzer Gang ehe es eine lange Treppe hinab in den Stollen ging. Schon hier waren die Wände komplett salzig.
Unten angekommen waren wir dann am oberen Ende des Rudolf Stollens. Von hier hatte man schon einen klasse Blick nach unten. Die Lichter machten echt was her und wir entdeckten das Riesenrad und den Minigolf Platz.

Wir entschieden uns wegen meiner Höhenangst für den Fahrstuhl hinab und mussten einige Zeit warten. Maximal 7 Personen bzw. 750kg… Es gibt ein akustisches Signal sobald das Gewicht überschritten wird. Meist war das schon nach 5 Leuten der Fall. Bis die es dann kapiert hatten und mindestens einer wieder ausgestiegen ist, dauerte es ein Weilchen…
Irgendwann hatten wir es geschafft und waren unten. So richtig kalt fühlte es sich nicht an und mir reichte meine dünne Sommerhose und das T-Shirt völlig aus.. und das obwohl ich eine Frostbeule bin.

Wir schlenderten an der Minigolfbahn vorbei zum Tischtennis-Areal. Linker Hand folgten ein kleines Riesenrad und ein Amphitheater. Im hinteren Teil gab es noch einen Spielplatz für Kinder bis 10 Jahre.

Da das Riesenrad furchtbar langsam fuhr, entschieden wir uns gegen eine Fahrt. Trotzdem konnten wir gut auf die riesen Salzwände schauen.
Genauso sahen wir eine Ebene tiefer im Theresia Stollen den Bergsee. Aber wie kommen wir dahin?

Beim Zurückschlendern entdeckten wir noch den Souvenirshop. Salz, Klamotten und Pflegeprodukte gäbe es. Wir verzichteten dankend. Essen und Trinken ist hier übrigens komplett verboten, sodass dieses auch nicht angeboten wird. Hätten wir mal besser vor unserem Besuch noch was gegessen…
Gut, dass wir gestern noch einen Baumstriezel gekauft haben, denn vermutlich war es die letzte Gelegenheit auf diesem Tripp…
An das Trinkverbot hält sich kaum einer, sodass auch wir gerne mal einen Schluck nahmen. Das Essen nahmen wir aber unangerührt wieder mit zurück…
Neben dem Fahrstuhl versteckte sich noch ein weiterer Fahrstuhl der nach unten führt. Anstellen wollte ich mich nicht und so entschieden wir uns für die Treppe. Diese war gerade mal so schmal, dass man nur einzeln runter gehen konnte. Blöd nur, dass auch alle, die hoch wollen, die gleiche Treppe nutzen müssen… Es war furchtbar… Viele sind einfach nicht bereit mal kurz zu warten.

Was war ich froh als wir es endlich geschafft hatten. Hier würde sich eine Rutsche anbieten!!!
Unten im Stollen war dann der See mit 2-3 Sitzgelegenheiten absolut nett hergerichtet. Allerdings hätte man zum Rudern auch ein Weilchen anstehen müssen sodass wir uns nur in aller Ruhe umschauten.
Anschließend quälten wir uns die Stufen wieder hinauf, denn die Schlange zum Fahrstuhl war ewig lang… Auch hoch war es wieder ein Graus… Immer dieser Egoismus…
Eine Ebene höher wurde erstmal durchgeschnauft. Auch hier war die Schlange am Fahrstuhl ewig und so entschieden wir uns für die Treppe. Immerhin gibt es hier für jede Richtung eine eigene und die sind mindestens doppelt so breit wie die untere. Mit genug Pause war es gut machbar und schwupps waren wir wieder oben. Klar, jetzt war die Schlange am Aufzug runter viel kürzer als vorhin…
Zuletzt noch die vielen Stufen wieder zum Ausgang hoch und je höher wir kamen, desto drückender wurde es. Mal schauen wie uns draußen gleich der Schlag trifft.
Zur Überraschung hatte der Wind nochmal zugenommen und so merkten wir die Temperaturen gar nicht so. Dafür war der Wind von vorne unangenehm auf dem Weg zurück zu Juckel. Vor allem, weil jede Menge Dreck aufgewirbelt wurde und immer wieder ins Auge kam.
Juckel ließ sich gut Ausparken und wir gaben erstmal Sibiu ins Navi, um zur Autobahn zurück zu kommen. Dort überlegten wir dann noch Mal wo wir hin wollen. Sibiu hat zwar auf jeden Fall Schatten, liegt aber 60km in die falsche Richtung. Nochmal zu den Bären an der Transfagarasan würde 4 Stunden pro Richtung bedeuten… Absolut sinnlos.
Wir entdeckten die roten Felsen (Grand Canyon) auf der Karte mit zwei potentiellen Schlafspots. Nach 20 Minuten waren wir schon da. Autobahn fahren ist so viel entspannter!!!

Die Felsen sind absolut sehenswert. Komisch, dass sie nur über Schleichwege und Schotter erreichbar sind. Ich hätte mir mehr Hinweisschildern gerechnet. Aber dank eines Geocaches hatten wir genug Wegpunkte für die perfekte Navigation.

Vor Ort drehten wir eine Runde für Fotos. Durch den starken Wind war es zwar in der Sonne gut auszuhalten, aber Schatten wäre uns lieber. Außerdem staubt es hier auch furchtbar viel Sand auf, der dann komplett im Auto landet. Mhh, irgendwie wollen wir nicht bleiben. Wir checkten park4night und entdeckten in 40 Minuten Entfernung eine ganze Sammlung an Plätzen entlang eines Flusses. Diese sahen teils vielversprechend aus und wir riskierten es.
Pünktlich um 17 Uhr kamen wir an der Strei bei Santa Maria de Piatra an. Gleich der erste Platz gefiel uns. Wir waren noch beim Austarieren als ein polnisches Wohnmobil dazukam… Sie hätten ja wenigstens mal die anderen Plätze ausprobieren können.. egal. Immerhin fuhren sie nochmal ein paar Meter weiter, sodass man nur wenig von ihnen hörte.

Als André die Stühle rausholen wollte, und ich eigentlich die Füße im Fluss baden wollte, hörte ich ihn schimpfen. Kein gutes Zeichen, passiert nämlich sehr selten 🙈 und dann sah ich die Bescherung…Der Wasserkanister war nicht richtig zugedreht und hatte sich bereits halb entleert. Glücklicherweise fast ausschließlich in die Vorrats-Plastikkiste aber leider nicht komplett…
Hätten wir den Hund vorhin am Parkplatz gefüttert, wäre es wahrscheinlich schon eher aufgefallen. Das war die Strafe! Anstatt sich also in den Halbschatten zu fläzen wurde die ganze Garage ausgeräumt und alles Nasse in die wenig verbleibende Sonne gelegt… Tja, das Klopapier können wir wohl vergessen. In der eigentlich noch geschlossenen Packung war ein Loch.. genauso erging es der letzten Nudelpackung… Und da das Wasser in der Kiste plötzlich gelblich aussah, wollten wir auch nix riskieren und entsorgten sie lieber. Blöd nur dass hier keine Mülleimer stehen. Viele Einheimische hatten zwar schon einiges an Müll in die Büsche geworfen, aber das wollten wir nicht. Gibt es hier Bären fragte André mich? Mhh, naja, wegen dem Müll… Sonst könnten wir ihn außen hängen lassen. Wir entschieden, hier ist es nicht waldig genug und riskieren es heute Nacht mal…
Wir schmissen den Grill an, räumten später alles wieder ein und duschten. Irgendwie war plötzlich viel mehr Wasser im Fluss. Ach richtig, oben stand ein Schild mit Ertrinkungsgefahr weil ein Elektrizitätswerk immer mal wieder Wasser freilasst. Müssen wir uns Gedanken machen? Stehen wir hier sicher? Wir wollten eh alles zu Ende einräumen. Just in diesem Moment kamen 5 Locals. Sie schmissen den herumliegenden Müll tiefer in die Büsche und starteten ein großes Barbecue. Also wegen mehr Wasser müssen wir uns wohl keine Sorgen machen…
Leider zog der eklige Rauch genau zu uns. Eigentlich wollte ich heute auch ein Abschiedslagerfeuer machen, aber die Lust darauf ist mir vergangenen. Mal schauen wie lange die Deppen bleiben, im Wohnmobil können wir sie trotz lautem Fluss nämlich gut hören…