Das abendliche Grillen der Familie nahm zum Glück ein rasches Ende. Scheinbar hatten sie keinen Tisch dabei und an Taschenlampen muss es auch gemangelt haben. Jedenfalls parkten sie das Auto um und versammelten sich dann mit 2 Handylampen um die Motorhaube herum. Nachdem dann alle aufgegessen hatten, wurde das Feuer rasch gelöscht und schwupps, weg waren sie. Juhuu
Die Nacht war angenehm ruhig aber durch die offenen Fenster habe ich, obwohl wir nicht in den Bergen waren, tatsächlich gefroren. Zum Glück konnten wir mit Fenster schließen fix Abhilfe schaffen.
Beim Frühstück entschieden wir dann spontan, einen weiteren Pausetag einzulegen. Uns gefällt es hier einfach zu gut! Die benachbarten Polen waren schon frühzeitig abgereist und so hatten wir den Platz erst einmal für uns.

Für uns? Nicht wirklich, denn schon bald kam eine große Schafherde vorbei. Witzigerweise hielten sie aber ohne jegliche Barriere einen gebührenden Abstand zu uns ein.
Jetzt, wo der Urlaub allmählich zu Ende geht, merke ich erst, wie sehr mir dieses Naturfeeling zu Hause fehlen wird :-(. Desto wichtiger ist es jetzt, noch einmal alles zu genießen! Also Stühle raus und ab in die Sonne. Mit dem Sonnen dauerte es dann leider, denn beim Stühle aus der Garage räumen stellten wir fest, dass der Reservekanister nun auch ein Loch hat. Dieses Mal stand er leider nicht in der Plastikkiste, sodass auch der Schutzteppich und die Holzverkleidung nass geworden sind. Hilft also alles nichts… wieder komplett leer räumen. Immerhin haben wir heute genug Sonne, damit alles vernünftig trocknen kann.

Nach so viel anstrengender Arbeit probierten wir ein kühles Bad im Fluss. Praktischerweise ist das Ufer sehr flach und knapp neben uns wurde mit einer Steinmauer eine Art Mini-Pool errichtet. Das Wasser ist allerdings tierisch kalt. Mit etwas Überwindung konnten wir uns dann aber in den kleinen Pool setzen und uns herrlich abkühlen. Schade, dass wir diesen wunderschönen Platz erst so spät entdeckt haben. Hier könnte ich es ein ganzes Weilchen aushalten! Da es aber mit großer Wahrscheinlichkeit der letzte Abend in Rumänien sein wird, wünschte ich mir noch ein Lagerfeuer. André war dadurch ein ganzes Weilchen beschäftigt, um passendes Holz zusammen zu sammeln.
Der Tag verschwand so zwischen in der Sonne bzw. im Schatten sitzen und sich im Fluss abkühlen. Heute wurde uns bewusst, wie sinnvoll die Markise ist. Im Auto wurde es zwar wieder relativ warm, aber die Küchenschränke heizten sich durch die fehlende direkte Sonneneinstrahlung deutlich weniger auf! Außerdem ließ es sich unter der Markise im Schatten viel viel besser aushalten!
Zwischendurch bekamen wir immer mal wieder Besuch von ein paar Anglern. Scheinbar angeln sie hier nach Köderfischen, denn immer wieder fingen sie kleine Fische, die sie in einem Wassereimer sammelten. Am späten Nachmittag gesellte sich auch noch eine Familie zu uns, die ebenfalls nach einer Abkühlung suchte. Wir kamen ein wenig ins Gespräch. Auch diese Familie ist ausgewandert und macht gerade Heimaturlaub und schwelgt in Kindheitserinnerungen. Schön!
Inzwischen war alles trocken, sodass wir die Garage von Juckel wieder ordentlich einräumten. Dieses Mal leerten wir die Wasserreste gleich in den Wassertank, sodass nun nichts mehr schief gehen kann.
Wir nutzten die verbliebenen Vorräte für ein leckeres Abendessen. Die Zeit, bis es dunkel wurde, nutzten wir noch fix zum Duschen. Trotz Schatten und Sonnencreme haben wir uns einen leichten Sonnenbrand geholt, ups! Wie gestern, pünktlich gegen 20 Uhr, wurde das Sperrwerk wieder geöffnet und der friedliche Fluss wurde zu einem reißenden Strom. Die Naturgewalten sind einfach klasse anzuschauen!

Als es dann endlich dunkler wurde, zündeten wir unser Lagerfeuer mit den Grillanzündern an. Ein absolut gelungener Abschluss! Immer wieder legten wir unser gesammeltes Holz nach, bis das Feuer dann gegen 23 Uhr erlisch. Erst ohne Feuer merkten wir, dass es recht feucht geworden ist und räumten fix auch die Stühle in die Garage zurück.

Nun war es stockdunkel und wir hatten einen sternenklaren Himmel. Sogar die Milchstraße ließ sich mit bloßen Augen erkennen. Klar, dass wir die Gelegenheit nutzen mussten, ein paar schöne Fotos zu machen…
So wurde es dann doch wieder später, bis wir uns in die Bettdecken einkuschelten. Heute Nacht lassen wir die Fenster dann lieber gleich zu :-D.