Morgens waren es dann tatsächlich Minusgrade. Der ganze Boden war dick gefroren. Bis wir mit Frühstück fertig waren und auch das Klo in der nahen Toilette kostenfrei entleert wurde, zeigte das Thermometer nur noch minus 2 Grad an. Und das, obwohl wir schon wieder in der Sonne standen. Brrr!

So ein richtiges Ziel hatten wir nicht, Trondheim war uns eigentlich zu weit und auch vom Wetter nicht wirklich berauschend aber eine bessere Idee hatten wir noch nicht und so fuhren wir zumindest schon Mal in die Richtung. Norden ist ja immer gut…

Unterwegs kamen wir über eine tolle Hochebene, den Dovrefjell-Pass, der noch richtig im Schnee lag. Obwohl es schon wieder deutliche Plusgrade waren, blieb der Schnee auch bei Sonnenschein einfach liegen. Hoffentlich bekommen wir noch etwas mehr zu sehen, wobei, wenn es schneit ist der Himmel zu und dann gibt es keine Polarlichter… Eine Zwickmühle…
Entgegen unseres Plans fuhren wir dann tatsächlich über fast 5 Stunden bis wir am späten Nachmittag nach einer kleinen Powernap-Pause Trondheim erreichten… Ich bin mal gespannt wie müde wir sind, wenn wir uns mehrere Nächte in Folge für die Polarlichter um die Ohren hauen :-D.
Die Fahrt war übrigens alles andere als entspannt, denn es ging immer wieder durch kleine Ortschaften, in denen das Tempo gedrosselt werden musste. Hinzu kamen etliche Kurven und schmale Straßenabschnitte, weshalb wir deutlich langsamer vorwärts kamen. Und noch mehr hat uns geärgert, dass die E6 inzwischen zu großen Teilen zu einer teuren Mautstraße verwandelt wurde. Ich bin mal gespannt, wie teuer es war, wenn die Abrechnung in ein paar Wochen kommt.

Jedenfalls fanden wir einen teueren, aber guten Parkplatz nahe des Doms. Unser erstes Ziel war allerdings der Souvenirshop House of Norway, bevor er am frühen Abend schließt. Dort sind wir zumindest teilweise fündig geworden und haben jetzt passend grüne Elch-Topflappen und zwei neue Pullover. Yeah.

Unterwegs entdeckten wir auch einen Eckladen wo wir vor 2 Jahren Softeis gegessen hatten (damals musste er die Maschine extra für uns anmachen und das hat ganz schön gedauert). Nach unserem Einkauf kamen wir dort wieder vorbei und dieses Mal stand jemand mit Softeis in der Hand davor. Ein Zeichen? Natürlich sind wir rein und haben eins gekauft. Leider aber ohne Dippschokolade. Trotzdem lecker 😊

Anschließend ging es zur alten Brücke. Mal wieder fing es an zu regnen, allerdings nicht so schlimm wie vor zwei Jahren. An dem Fahrradlift warteten wir ein Weilchen aber niemand wollte ihn nutzen. Blöde E-bikes, die völlig entspannt neben dem Aufzug her den Berg hinaufziehen…

Zurück ging es dann noch zum Dom, der allerdings auch heute nicht besichtigt werden konnte
Wir machten noch schnell ein paar Caches und waren nach ca. 2 Stunden zurück bei Juckel.
In Trondheim wollten wir nicht übernachten und so schauten wir nach Alternativen… Im Umkreis gab es nicht wirklich viel und das meiste waren krumm und schiefe Plätze. So stießen wir auch auf einen Platz, wo wir vor zwei Jahren schon Mal standen. Der war doof, also weiter suchen! Im Yachthafen von Levanger wurden wir fündig. Etwas über eine Stunde Fahrt. Puh, gerade noch im Rahmen…

Durch ein Neubaugebiet ging es ins Industriegebiet und dort war dann der Platz am Hafen. Hier könnte es morgen früh lauter werden. Doch weiter? Nee! Für heute sind wir nun wirklich mehr als genug gefahren!
Auch wenn die Wolken viel zu dick waren schauten wir immer mal zum Himmel, konnten aber keine Polarlichter entdecken und so ging es mal zeitiger ins Bett. Kann auch nicht schaden!