Nach einem langen Anreisetag haben wir die erste Nacht in Südafrika sehr gut geschlafen. Beim Frühstück wurde deutlich, dass wir uns mitten in einer der Hauptstädte mit einer Bevölkerung von mehr als einer Million Menschen befinden, denn es waren viele Anzugträger teils mit Handy und Laptop bewaffnet im Frühstücksbereich.

Nach dem Frühstück wurden die Koffer wieder in den Anhänger geladen und wir machten eine kleine Stadtrundfahrt durch Pretoria (allerdings ohne Auszusteigen). So fuhren wir auch am Kruger-Haus vorbei. Paul Kruger war Buren-Präsident und setzte sich sehr für den Naturschutz ein. Nach ihm wurde daher auch der Kruger-Nationalpark benannt, zu dem wir heute fahren wollen. Hier im Kruger-Haus soll es als erstes in Pretoria Strom und Telefon gegeben haben. Wer mehr Zeit hat als wir, kann sich das originalgetreu möblierte Haus von innen ansehen. Wir mussten mit der nächsten grünen Ampelphase allerdings schon wieder weiterfahren.

Nachdem wir aus der Stadt raus waren, führte uns die Autobahn durch landwirtschaftliche Gebiete. Hier und da stand zwar mal ein Haus, aber in der Regel sahen wir eher große Silos oder Fabriken bis wir an einer Raststätte zum Pause machen anhielten.

An diese Raststätte angrenzend befindet sich ein eingezäuntes Naturreservat mit Wasserloch. Hier gibt es verschiedene Tiere wie Antilopen, Zebras, Büffel und sogar Nashörner. Die einzigen der Big 5 die wir während unserer Safari in Kenya damals nicht gesehen haben. Irgendwie war klar, dass sich diese Tiere nun gaaaaaanz weit weg von der Straße aufhalten und mit bloßem Auge schon wieder nur schwer zu erkennen sind. Übrigens werden diesen Nashörnern die Hörner regelmäßig gestutzt, damit Wilderer erst gar keinen Grund haben, die Tiere auf grausame Art zu quälen, um an die Hörner zu gelangen.

Nach der Pause ging es dann weiter in die Region Mpumalanga (quasi das nächste Bundesland). Allmählich erreichten wir die „Panoramaroute“. Unser erstes Ziel dieser Route war der Blyde River Canyon. Er zählt mit 26km Länge und 800m Tiefe zu einem der großen Naturwunder Afrikas und ist der drittgrößte Canyon der Welt.

Hier machten wir an einem Parkplatz Halt, um uns die Three Rondalves anzusehen, einem der Höhepunkte des Canyons.

Vom Parkplatz aus ging es über einen kleinen Wanderweg zum Aussichtspunkt auf die Three Rondalves. Der Name „Rondavel“ entspringt der Ähnlichkeit der Berge mit den typisch afrikanischen Rundhütten.

Ein absoluter Vorteil von Corona, wir waren nahezu die einzigen Touristen und konnten die herrliche Ruhe und Natur voll auf uns Wirken lassen. Die einstigen Souvenir-Stände waren nahezu verwaist.
Die Fahrt mit dem Bus ging nur ein kleines Stück weiter zum nächsten Aussichtspunkt der Panorma-Route: Den Bourke’s Luck Potholes.

Am Parkplatz entdeckten wir die ersten Affen und zückten sofort die Kameras. Wir entdeckten sogar eine Affen-Mama, die ihr Kleines unter dem Bauch trug.

Wir gingen durch den Eingang und konnten einem kleinen Rund-Wanderweg (teils etwas kraxelig) folgen. Recht schnell kann man dann die Potholes sehen. Hierbei handelt es sich um Strudellöcher, die durch Auswaschungen und strudeligen Bewegungen von Steinen entstanden sind. An den Bourke’s Luck (benannt nach Tom Bourke, der hier kleine Mengen Gold fand) beginnt der Blyde River Canyon.


Nach einer schönen Runde, ebenfalls mit wenigen anderen Touristen, kamen wir zurück zum Auto. Da es schon deutlich später war als geplant, wurde der Halt am „Gods Window“ auf den nächsten Tag verschoben und wir steuerten direkt die Lodge am Numbi Gate des Krüger-Nationalparks an. Das Tor schließt nämlich bereits um 18:00 Uhr.
Wir erreichten die Lodge gerade noch rechtzeitig und es war schon fast komlett dunkel. Die afrikanischen Kofferträger schnappten sich unsere schweren Koffer und trugen sie auf dem Kopf den recht weiten Weg zu unseren „Zelten“. Unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte.

Natürlich wurde das „Zelt“ erst einmal genauestens unter die Lupe genommen. Schließlich hatten wir in Kenya damals auch ein Zelt und den ein oder anderen tierischen Besucher. Hier konnten wir aber nichts größeres entdecken. Wahrscheinlich zahlt sich aus, dass die Zelte auf Holzpodesten einen guten Meter über dem Boden stehen.

Wir machten uns nur schnell frisch und trafen uns zum Abendessen auf der Terrasse des Haupthauses. Ein typisch afrikanisches Buffett wartete schon auf uns.

Anschließend ging es zurück ins Zelt. Schnell noch eine frische Dusche und dann rief das Bett, schließlich wollen wir morgen zeitig zur Safari starten.















































