Heute war es dann leider so weit, unsere vorerst letzten Stunden in Norwegen neigten sich dem Ende zu. Kurz vor fünf klingelte unser Wecker und während um uns herum noch alles schläft brechen wir Richtung Fähre auf. Unterwegs hielten wir noch einmal kurz an einer Tankstelle um unser Grauwasser zu entsorgen und dadurch den Spritverbrauch etwas zu reduzieren. Der Angestellte war, wahrscheinlich aufgrund der frühen Stunde, damit ein bisschen überfordert. Aber schließlich fanden wir den richtigen Gulli und konnten den Tank entleeren.
Nun sind es keine 10 Kilometer mehr bis zur Fähre und bei unserer Ankunft warten auch schon andere darauf, auf das Schiff gelassen zu werden. Dieses Mal sind wir deutlich entspannter als auf der Hintour. Zum Einen wissen wir, was uns erwartet, zum Anderen zählen wir jetzt beide als vollständig geimpft. Somit bekommen wir keine Probleme bei der Einreise in Dänemark bzw. Deutschland.
Nachdem wir unser Wohnmobil sicher unter Deck abgestellt haben, gehen wir wieder auf die Besucherplattform. Natürlich haben wir wieder die Lounge gebucht, da sich der geringfügige Aufschlag schon bei ein paar Getränken rentiert. Trotzdem nutzen wir auch noch einmal die Zeit um dem Souvenirshop einen Besuch abzustatten. Leider merkt man hier, dass scheinbar allen der Aufenthalt in Norwegen sehr gut gefallen hat. Sehr viele Regale waren schon leergeräumt. Zum Glück hatten wir schon fast alles, was wir haben wollten.
In Dänemark angekommen, kamen wir diesmal ohne längere Wartezeiten aus dem Hafen heraus und auch schnell auf die Autobahn Richtung Süden. Auf der Autobahn selber kamen wir sehr entspannt voran. Es gab keinen Stau und bis auf einen kleinen Tankstopp haben wir hier auch keine Pause gemacht. Es fehlen einfach die Berge. Links und Rechts der Autobahn gibt es nicht wirklich etwas zu sehen :-(.
Den Grenzübergang nach Deutschland hätten wir dann fast nicht gemerkt. Anders als in die Gegenrichtung gab es hier keine Kontrollen und dadurch auch keinerlei Stau.
Da wir mittlerweile doch Hunger bekommen hatten, hielten wir bei dem erstbesten McDonalds. Nach 2 Wochen sollten es einfach mal wieder ein paar Pommes sein ;-). Dieser war zufällig an dem gleichen Autohof, bei dem wir schon auf der Hinfahrt gehalten hatten. Da das Restaurant selber komplett überfüllt war, bestellten wir zum Mitnehmen und aßen in unserem Wohnmobil. Puh war das ungewohnt. Zwei Wochen gab es quasi kein Corona… keine Maskenpficht, keine Impfzertifikate vorzeigen… Vor allem aber waren die Menschen dort oben alle viel viel gelassener. Hier war es gleich wieder so laut, alles drängelte und stand zeitlich unter Druck. Können wir nicht wieder umdrehen?
Leider nicht :-(…Da wir aber schon vom Stau im Elbtunnel gehört hatten, ließen wir uns Zeit. Wir müssen heute schließlich nirgends ankommen.
Wie angekündigt dauerte es um Hamburg herum deutlich länger. Aber auch insgesamt auf der Autobahn merkten wir, dass die skandinavische Gelassenheit fehlt. Ohne Tempolimit heizen einige doch wie bekloppt, anderen hingegen schleichen immer schön auf der Mittelspur und es ist gar nicht so leicht, LKWs zu überholen… Warum schaffen es die Skandinavier so gelassen zu sein? Was ist das Geheimrezept?
Wir benötigten knapp zwei Stunden bis wir an Hamburg und dem Elbtunnel vorbei waren. Danach verlief es lange Zeit ruhig. Unterwegs kamen zwar noch ein paar kleinere Stop & Go Passagen, aber wir kamen so gut durch, dass wir uns entschlossen haben, bis Dortmund durchzufahren. Dort kamen wir dann gegen 19 Uhr an und hatten somit das komplette Wochenende Zeit unser Wohnmobil auszuräumen und zu reinigen.
