Die Nacht haben wir beide nicht ganz so gut geschlafen, obwohl es im Hotel recht ruhig und auch die Poolpumpe nicht allzu laut war. Wahrscheinlich lag es an der schlechten Luft, denn unsere Wanderschuhe baumelten gestern außen an den Rucksäcken und sind gut Nass-geregnet. Um sie heute nutzen zu können, haben wir sie auf die Zimmerheizung gelegt und diese höher gedreht… allerdings konnten wir hinterher nicht wirklich lüften. Ein Fenster geht gar nicht auf, dass andere schwer aber dann ziehen die Restaurant-Abgase hinein 🙈.
Durch die Stunde Zeitverschiebung waren wir dann auch recht früh wach und saßen bereits um kurz nach 8 beim Frühstück.
Ein Recht großes Buffet, sehr lecker…

Anschließend ging es etwas planlos los. Erst den Berg hinauf zum Fort Regent. Hier konnten wir uns schon einmal einen kleinen Überblick über die Hauptstadt St. Helier verschaffen.
Das sehr spät und kaum genutzte Fort dient heute als Indoor Aktivitäten-Zentrum mit vielen Sportvereinen, Fitness Club und Indoor Spielplatz.
Nachdem wir auch den Weg hinaus auf das alte Gelände gefunden hatten (die Türen des historischen Rundgangs waren alle geschlossen und auch an der Information war man etwas ratlos) konnten wir auch dort alles genau inspizieren und das Fort einmal komplett umrunden. Hier waren wir dann auch völlig alleine unterwegs.

Anschließend machten wir uns auf Richtung Strand.
Auffällig war der viele Berufsverkehr. Jetzt waren wir doch ganz froh, dass unser Auto nicht hier ist… Enge Straßen, Linksverkehr, viele Fußgänger und dann noch Stau…
Zu Fuß ging es für uns zum Strand, wo ein Fährenbus zum Elizabeth Castle fährt. Dieser Bus fährt sowohl bei Ebbe als auch bei Flut und kann deshalb als Landfahrzeug und als Boot dienen. Wir hatten Glück und kamen absolut passend um direkt einzusteigen. Bei Ebbe kann man den Weg auch zu Fuß gehen.
Allerdings haben wir aktuell tagsüber Flut und auch bei Ebbe geht das Wasser zur Zeit nicht sehr weit zurück. Hier auf den Kanalinseln gibt es zwischenzeitlich einen riesen Tiedeunterschied von 14 Metern. Dieses spannende Schauspiel können wir in diesem Urlaub aber leider nicht beobachten.
Wir waren froh, dass wir den Bus nutzen konnten. Die Fahrt war lustig, denn es wird ein Video mit Sicherheitsanweisungen gezeigt. Dieses wurde im Stil der alten Kämpfer aufgemacht. Ziemlich witzig. Schon jetzt, relativ kurz nach dem Tod der Queen haben sie alles auf „God save the King“ geändert… Vermutlich haben sie deutlich früher mit dem Tod der Queen gerechnet…
Am Castle angekommen wurde noch ein bisschen was erzählt und schon ging es ans Besichtigen. Für 12 Uhr wurde uns eine Parade versprochen, die wir natürlich nicht verpassen wollten…

Von wegen Parade… stundenlang erzählt einer wie toll hier alles ist, wie die Geschichte war und erklärt den Umgang mit dem Gewehr bis er einmal Probe schießt. Puh ganz schön Laut. Danach entscheiden wir uns dann doch zu gehen und das Castle in Ruhe zu betrachten. Wir sind gerade am obersten Aussichtspunkt angekommen, da startete die Parade. Der verkleidete Kerl hat sich alle Männer geschnappt und mit ihnen geübt. Da hat der André aber Glück gehabt 😂.

Auf den später folgenden Kanonenschuss waren wir noch ein wenig gespannt, aber es scheint sich ewig hinzuziehen. Nachdem wir alles besichtigt hatten ging es noch schnell im Museum auf’s Klo und ratet Mal was genau da passiert! Na klar, genau jetzt wurde die Kanone geschossen…das nenn ich Mal dummes Timing 😂

Danach ging es dann zurück zum Fähranleger und zurück zum Festland. Die Sonne kam immer mehr heraus und es war angenehm warm. Wir machten daher noch ein kleines Päuschen am Strand. Herrlich.
Anschließend ging es für uns Richtung Fußgängerzone. Hier war einiges los und es reihen sich haufenweise teure Markengeschäfte aneinander.
Wir suchten eher die Touri-Ramsch-Läden für Puffin Souvenirs und stolperten über sehr günstige Puzzle. Immerhin. Von Puffins gab es leider nicht so viel…

Anschließend machten wir noch zwei Caches und André überlegte, im Salzwasser-Pool zu baden. Einige Einheimische sind abgehärtet und ziehen ihre Bahnen. André hat es dann doch lieber gelassen. So ging es dann erstmal kurz zurück zum Hotel. Nachdem wir unsere ganzen Sachen verstaut hatten, ging es in den hoteleigenen Jacuzzi. So konnten die Beine entspannen und wir zu neuen Kräften kommen.
Am Abend ging es dann noch einmal in die Stadt. Wir wollten schließlich noch etwas zu Abend essen. Der einsetzende Regen war zum Glück schnell wieder vorbei und so konnten wir gemütlich auf einer Bank in der Fußgängerzone essen. Wir kauften noch ein wenig Verpflegung für den nächsten Tag und machen uns nun einen gemütlichen Abend zur Planung des morgigen Tages im Hotel…da soll es nämlich mit dem Linienbus über die Insel gehen.