Größe des Wohnmobils:
Pro:
Das größere Wohnmobil (7 Meter) war vom Platzkomfort sehr angenehm. Gerade, weil wir sehr viele Lebensmittel und Getränke mitnehmen konnten und alles recht entspannt in die Schränke geräumt werden konnte. Unglaublich, aber wir hatten anfangs sogar einen ganzen Schrank frei. Auch die größere Dusche war von Vorteil und so hat es uns 3 Wochen überhaupt nichts ausgemacht, keine Campingplätze anzusteuern.
Contra:
Es war deutlich schwieriger passende Parkplätze zu finden.
Die Fähr- und Mautkosten sind teurer
–>Wenn wir die Wahl hätten, würden wir uns daher für ein kleineres WoMo entscheiden!
Thema Maut und Ferjekort:
Bei der Urlaubsplanung sind wir immer wieder auf Hinweise von „BroBizz“ und „Ferjekort“ gestoßen und haben uns dort angemeldet. Auf https://www.nordlandblog.de/detaillierte-anleitung-so-bestellst-du-deine-ferjekort-von-autopass-norwegen/ gibt es neben einer sehr guten Anleitung auch viele Informationen, sodass sich eigentlich alle offenen Fragen klären. Das einzige, was wir hinzufügen wollen: Das Aufladen der Ferjekort hat uns per Überweisung aus Deutschland eine dicke Gebühr abverlangt. Hier sollte man schauen, ob es nicht günstigere Alternativen gibt. Dennoch haben wir deutlich gespart!
Außerdem ist die extra bestellbare Karte der „Fjerekort“ aus unserer Sicht nicht mehr notwendig. Wir wurden niemals danach gefragt und die Abrechnung lief nur über das Kennzeichen.
Stromverbrauch:
Dadurch, dass wir jeden Tag viel gefahren sind, hatten wir 3 Wochen komplett ohne Landstrom keinerlei Probleme mit leeren Batterien und das obwohl unser Kühlschrank auch Strom- statt Gasbetrieben war.
Für größere Stromgeschichten wie Laptop, Akkus laden und Mixer war die „Ecoflow“ eine gute Ergänzung. Allerdings lädt sie sich beim Fahren über den 12V Anschluß nur seeeehr langsam wieder auf. Gerade in der Anfangszeit wäre uns mit einem zusätzlichen Solar-Paneel daher mit Sicherheit geholfen gewesen.
Gas:
Auch wenn wir einige Nächte die Heizung anschalten mussten, haben wir die erste 11 Kiloflasche nicht ansatzweise leer gemacht. Demnach hätten wir auf die Ersatzflasche gut verzichten können. Liegt vor allem aber daran, dass wir viel gefahren sind und tagsüber die normale Autoheizung genutzt haben.
Fahrräder:
Wir haben uns bewusst gegen die Mitnahme von Fahrrädern entschieden und diese nicht bereut. In größeren Städten kann man sich inzwischen überall E-Scooter mieten.
Was wir beim nächsten Mal anders machen würden:
- Zurück würden wir beim nächsten Mal doch lieber wieder mit der Fähre fahren. Ab Lillehammer wurden die schönen kleinen kurvigen Straßen schlagartig zur vielbefahreren Autobahn. Da hat es uns im letzten Jahr einfach besser gefallen, einen geplanten Abschluß zu haben.
- Bei schlechtem Wetter schneller von der FV17 abweichen und zügiger runter fahren. Die Landschaftsroute war bei dem Regen nicht so lohnenswert und hat einiges an Zeit gekostet. Nach etlichen Regentagen verloren wir die Lust, an Viewpoints auszusteigen.
- Zur Insel Senya frühzeitiger am Fähranleger anstellen!
- Hoch im Norden bei der Auswahl an Übernachtungsplätzen auf den Sonnenstand achten. Oft haben wir uns die Mitternachtssonne dadurch selbst genommen (Felsen im Weg, falsche Richtung…)
- Souvenirs die uns gefallen SOFORT kaufen :-D.
- Geplante Wanderungen so einbauen, dass man sie morgens und nicht erst mittags/nachmittags ansteuert, denn wir haben oft keinen Parkplatz mehr bekommen.
- Am Nordkap nicht sofort das Eintrittsgeld bezahlen. Liegt ein Kreuzfahrtschiff im Hafen kann man sich wahrscheinlich die 30 Euro pro Person sparen. Achtung: Im Souvenirshop sind die Preise höher, als in der Postfiliale eine Etage tiefer (dort gibt es allerdings nur eine begrenzte Auswahl).
- Videos drehen: Beim Fahren auf eine saubere Scheibe achten 😉 und per Selfiestick auch mal aus dem Fenster zur Seite filmen.
Für Puffinvideos ein Stativ mit auf den Berg nehmen.
Top Entscheidungen:
- Park4night Monatsabo zur Filterauswahl nach Ver- und Entsorungsmöglichkeiten.
- BroBizz und Ferjekort bestellen. Wir haben deutlich gespart!
- Winterjacke am Nordkap, gute!! Regensachen und wasserdichte Wanderschuhe
- IMMER die Kreditkarte benutzen. Es gibt nur ganz wenige Ausnahmen (Kasse des Vertrauens), wo Bargeld benötigt wird und da kann man auch in Euro zahlen.
- Den schnellen Hinweg zum Nordkap über Schweden und Finnland würden wir wieder wählen, auch wenn sich die letzten Kilometer in Finnland ein wenig ziehen. So kann man besser einschätzen, wie viel Zeit einem anschließend noch bleibt und die kurzen Schönwetter-Perioden am Nordkap berücksichtigen.
- Auf dem Hinweg den Abstecher zur Elchsafari einbauen.
- Der Tag Aland als Abwechslung zwischen den vielen Fahrtagen.
- Die Wettervorhersage beobachten und frühzeitiger zum Nordkapp durchballern, so hatten wir herrlichen Sonnenschein und Mitternachtssonne.
- Auch wenn es oft deutlich mehr Fahrtzeit war, so war die Entscheidung, jeden Tag ein „Highlight“ einzubauen, goldrichtig. Eine längere Besichtigung / Wanderung um das Fahrzeug mal längere Zeit zu verlassen sorgte für eine gelungene Abwechslung.
- Am Fähranleger Gryllefjord übernachten
- Den Vogelfelsen auf Runde am Abend noch einmal zu besteigen.