Auch heute waren wir komischerweise wieder sehr zeitig wach und hörten in der Nähe die Geräusche einer Baustelle…Morgens um 6 bei Dunkelheit ein wenig merkwürdig aber nun gut. So waren wir deutlich früher auf den Beinen als geplant und fuhren früher mit dem Bus zum Busbahnhof. Von dort ging es noch einmal gute 10 Minuten weiter zum Fährterminal.
Mit uns kam gerade eine deutsche Kleingruppe an und so hatten wir diesmal sogar eine kurze Wartezeit beim Einchecken.
Anschließend traf noch eine Fußballmannschaft auf dem Weg zu einem Spiel ein. Puh waren die Jungs aufgeregt und laut. Da beeilten wir uns tatsächlich mal durch die Sicherheitskontrolle zu gelangen. Natürlich hab ich mal wieder gepiept und wurde gründlich abgetastet. Die Gruppe nach uns durfte dann einfach durchgehen und musste nicht mal das Handgepäck durchleuchten lassen… So bringt das irgendwie Nichts… Leider wollte auch die Fußballmannschaft auf unser Schiff und die gewonnene Ruhe war bald wieder vorbei.
Der Weg zum Schiff ging dieses Mal sogar ohne Shuttlebus. Wir gingen einfach an den einparkenden Autos vorbei. Ein Pferdetransporter samt Pferd tat sich ganz schön schwer, rückwärts auf die Fähre zu fahren und wir alle hatten viel zu gucken. Au man, bei so vielen Zuschauern würde ich auch nervös werden.
Die Fahrt mit der Fähre war, abgesehen von der Fußballmanschaft, sehr ruhig und nach einer guten Stunde waren wir schon auf Guernsey. Dieses Mal ging es fix, dass wir runter durften. Unser Gepäck war natürlich schon auf dem Band und so konnten wir den Terminal zügig verlassen.
Unser erstes Ziel war das Hotel, um die Koffer loszuwerden. Ca. 10-15 Minuten Fußweg war das St. Georges Guesthouse entfernt und direkt am Wasser. So ging es wieder zu Fuß, nur diesmal ohne Berge, dorthin. Wir hatten großes Glück, unser Zimmer war gerade fertig geworden und so konnten wir alles direkt abladen und auch die Rucksäcke ein wenig erleichtern.

Anschließend ging es dann direkt zurück, am Hafen vorbei zu Castle Cornet. Auch dort werden täglich um 12 Uhr Kanonenschüsse abgefeuert. Der Eintritt kostet 10,50 Pfund (Stand Oktober 2022) und beinhaltet neben dem alten Gemäuer auch drei Museen zum Leben während des Krieges und zum Krieg selbst. Sehr interessant aber alles auf Englisch…

Zum Kanonenschuss waren wir pünktlich, trafen aber auch hier auf eine Schulklasse der Grundschule. Im Gegensatz zum Elizabeth Castle auf Jersey wurde hier nichts mehr zu der Geschichte, der Burg oder den Kanonen erzählt und somit war das Ganze diesmal innerhalb von 5 Minuten erledigt.

Nachdem wir alles besichtigt hatten und erneut fantastisches Wetter war, machten wir in der Nähe des Busbahnhofs eine ca. 35 minütige Pause um auf den Bus zu Warten. Auch hier fahren einige Busse, wie zum Beispiel die Linie 71 mit der wir fahren wolten, nur einmal pro Stunde.

Dafür hält der Bus dann direkt an der kleinen Kapelle. Diese wollten wir unbedingt sehen. Der Weg dorthin hat sich gelohnt. Von außen wirkt die Kapelle zwar sehr klein, aber innen gibt es mehrere Etagen und wirklich alles ist mit Keramikscherben und Muscheln verziert.

Danach ging es zurück zum Busbahnhof. Von dort wollten wir allmählich den Weg zurück zum Hotel antreten. Dieser sollte allerdings durch die Fußgängerzone gehen. Nach Jersey war diese dann aber doch etwas enttäuschend. Deutlich weniger Geschäfte, kaum was los und keinerlei richtige Souvenirläden.
Wir trafen noch auf eine Sprachschule mit Kindern, die sich freuten Deutsche zu Treffen und dann ging es zügig aus der Stadt Richtung Hotel. Wir machten noch einen Abstecher zu einem größeren Supermarkt um Essen und Getränke nachzukaufen und einmal nach lokalen Besonderheiten zu schauen. So wirklich überzeugt hat uns dann aber Nichts. Heutiges Abendessen: Baguettes mit deutscher Salami 🙈.
Dieses verspeisten wir vorzüglich im Hotel und erfreuten uns den Rest des Abends an den Krümeln 😂. Wir daddelten noch ein wenig und ließen einfach Mal alle gewonnenen Eindrücke sacken. Morgen geht es schließlich auf die autofreie Insel Sark und unsere Füße sind das viele Laufen nicht mehr gewohnt. Entsprechend zeitig ging es dann auch ins Bett.