Nun sind wir in der letzten Arbeitswoche vor dem Urlaub. Die Feierabende wurden genutzt, um schon mal alles mögliche bereit zustellen. Neben Bekleidung für alle Wetterlagen musste ja auch der halbe Hausstand mit. Teller, Besteck, Töpfe…Alles wollte gut durchdacht sein, damit am Ende Nichts fehlt.
Endlich war Donnerstag und wir durften ab 14 Uhr das Wohnmobil abholen. Pünktlich zur Übergabe gab es einen richtig fetten Regenschauer und wir verstanden den Mitarbeiter durch die lauten Regengeräusche kaum. Wir ließen uns alles Mögliche erklären und hofften, nichts Wichtiges vergessen zu haben.
Blöd nur, dass das Wohnmobil deutlich höher ist als wir angenommen hatten, weil eine Sat-Anlage aufgebaut wurde, die sich nicht einfach so abmontieren lässt (wir brauchen im Urlaub nämlich keinen Fernseher)… Wir haben die Fähre aber für weniger Höhe gebucht. Eine Alternative wussten die Mitarbeiter auch nicht und so ging es mit gemischten Gefühlen mit dem Wohnmobil endlich nach Hause.
Tipp: Wer ein Wohnmobil mietet sollte unbedingt noch einmal nach den wirklichen Maßen fragen. Auch die Länge stimmt meist wegen des hinten angebauten Fahrradständers nicht!
Zu Hause hatten wir sogar Glück und ergatterten einen Parkplatz, der lauftechnisch sogar recht nah an der Eingangstür liegt. Das passiert eher selten 😉
Nun ging es ans Einräumen… Kiste für Kiste und Tüte für Tüte wurde hinunter geschleppt und mit Hilfe der Mama sinnvoll verstaut. Hier ein Tipp: Zwischen Teller und Gläser sollten immer ein paar Tücher oder Einwegservietten gelegt werden. So erspart man sich beim Fahren wahnsinnig viel Geklapper.
Au man, ist das ne Menge Zeug! Irgendwann hatten wir es dann aber geschafft und es passte tatsächlich alles irgendwo hinein 🙂
Noch einmal schlafen, dann kann es endlich losgehen. Abends wurden noch Offline-Karten und Geocaches aufs Handy gezogen und wir konnten vor Aufregung kaum schlafen.
Freitag, 09.07. 2021 Heute geht es loooooos 🙂
Marie musste noch bis Mittags arbeiten und André kümmerte sich um den Rest der Vorbereitungen… die Betten mussten noch ins Auto, es fehlten noch ein paar Einkäufe und das Fährticket sollte zur Sicherheit auch auf eine Nummer größer gebucht werden… Die telefonische Hotline hat leider sehr eingeschränkte Öffnungszeiten und so hing André 40 Minuten in der Warteschleife, ehe er unkompliziert umbuchen konnte. Den fehlenden Betrag sollten wir einfach am Schalter nachzahlen. Perfekt.
Inzwischen hatte auch Marie endlich Feierabend und half bei den letzten Vorbereitungen. Irgendwann hatten wir es dann geschafft und es konnte losgehen. Marie fuhr mit ihrem PKW vor, um ihn in der sicheren Garage zu parken. Währenddessen musste André sich noch um einen Corona-Schnelltest kümmern. Auch das hat leider noch mal etwas Zeit gefressen. In der Zwischenzeit konnte Marie sich dann aber zum Glück noch einen größeren Wanderrucksack leihen, hatte also auch was. (Einen passenden konnten wir nämlich genau wie neue Wanderschuhe nicht mehr kaufen)
Gegen 14:30 Uhr waren wir dann endlich auf der Autobahn auf dem Weg nach Norden. Ziel war es, soweit wie möglich nach Norden zu kommen, denn die Fähre von Hirtshals (dem nördlichsten Zipfel Dänemarks) hatten wir für den nächsten Morgen um 10:00 Uhr gebucht. Allerdings muss man bereits eine Stunde vorher da sein.
Überraschenderweise hatten wir kaum Stau. Am Elbtunnel haben wir dann aber doch einiges an Zeit verloren, ehe wir endlich durch das ganze Baustellen-Wirrwarr durchwaren.
Nun wurden die Straßen immer leerer, ab Flensburg war dann so gut wie nichts mehr los und wir konnten ganz entspannt die letzten Kilometer auf deutschen Autobahnen zur Grenze fahren. Kurz vorher fuhren wir noch einmal ab, um günstiger zu tanken. Dänemark ist da schon deutlich teurer.

Um kurz vor 20:00 Uhr hatten wir dann die Grenze mit einem kleinen Stau gemeistert. Aktuell müssen hier alle Autos einzeln durchfahren. Hin- und wieder werden Autos rausgewunken und worauf immer kontrolliert. Wir durften die Grenze unkontrolliert passieren. Andrés extra für Dänemark gemachten Coronatest wollte hier jedenfalls keiner sehen.
Unsere Fahrt führte weiter durch karge Landschaft. Links und Rechts der Autobahn gab es nur wenig zu sehen und wir wurden auch immer seltener von anderen Autos überholt. Allmählich wurden wir müder und so suchten wir in verschiedenen Apps nach Stellplatzmöglichkeiten. (Wir nutzten campingAppEu und Park4night)

So steuerten wir kurz vor 22:00 Uhr einen Stellplatz in Randers an. Direkt an einem Segelclub am Kanal gelegen, war es hier schön ruhig. Wir kauften das Parkticket am Hafenmeisterbüro an einem Automaten bequem mit der Kreditkarte und konnten so noch Strom und Sanitäreinrichtungen nutzen.

Nachdem wir alles klarschiff und noch einen kleinen Spaziergang über das Gelände gemacht hatten, wurde es Zeit fürs Bett. Pünktlich setzte ein ordentlicher Regenschauer ein, der uns dann erst noch wach liegen ließ. Die Geräuschkulisse, wenn der Regen auf das Autodach prasselt ist erstmal gewöhnungsbedürftig. Wir hofften einfach, dass wir das Vergnügen in den nächsten 2 Wochen nicht ganz so oft haben.