Nachdem die Nacht ja doch recht unruhig war, klappte auch das Ausschlafen nicht wirklich. Durch die Anstrengung von gestern quälten wir uns jedoch mühsig aus dem Bett und ließen es direkt mal ruhiger angehen. Vor allem merkten wir den Kalorienverbrauch am Vortag und der Körper wollte das Defizit direkt ausgleichen 🙁
Nach einem guten Frühstück tankten wir noch Frischwasser auf und entleerten die Toilette am Stellplatz. Inzwischen war es etwas leerer geworden, aber dennoch wollten wir hier nicht länger als nötig bleiben.
Außerdem hatten wir uns Stavanger noch als Ziel gesetzt und das waren von hier fast 200 Kilometer zu fahren.
Gemütlich setzten wir die Reise also bei wolkigem Wetter weiter. Da haben wir gestern wettertechnisch den perfekten Tag ausgewählt :).

Von Odda ging es zunächst über die E13 nach Süden. Wir kamen also erneut am Latefossen vorbei. Da wir uns heute ja treiben lassen wollen und hier wenig los war, hielten wir erneut. Der Souvenirladen hatte noch geschlossen und so nutzten wir die Gelegenheit, die Drohne ein wenig fliegen zu lassen.

Danach ging es dann über die E134 weiter nach Westen. Allerdings fuhren wir nicht lange, denn schon am Langfoss hielten wir erneut. Kurz dahinter gibt es eine geräumige Parkbucht. Wir gingen die paar Meter zurück. Der Wasserfall (mit einer Höhe von 612m der 5. höchste in Norwegen) führt direkt unter der Straße durch.
Wir machten ein paar Fotos und fuhren auch schon weiter. Auf Wanderungen und Treppen hatten wir heute einfach keine Lust. Zudem hingen die Wolken sehr tief und versteckten sogar die Spitze des Wasserfalls.
Von der E134 ging es dann weiter auf der E39. Auf Höhe von Aksdal gab es eine leckere Softeis-Pause. Schließlich hatten wir schon fast Enzug ;).

In Arsvagen ging es dann mal wieder auf die Fähre. Ein Hunger machte sich breit und so nutzten wir die etwas längere Fährfahrt um einen schönen Pausenplatz zu suchen. Ein Stück hinter der Fähre wurden wir fündig. Der Nordbo- Rastplatz war recht eng aber wir haben uns irgendwie in eine der Parklücken gequetscht.
Während wir ein paar Bockwürstchen warm machten, beobachteten wir eine Familie mit Keschern, die den nahen Zugang zum Wasser nutzten.
Nach dem Essen gingen wir aus Neugierde auch mal gucken, konnten aber nicht wirklich etwas entdecken und zogen uns so lieber zügig zurück ins Wohnmobil.

Den Rest des Weges ging es immer wieder über Brücken. Überall unter uns waren verschieden große Inseln. Teilweise waren sie nicht einmal bewohnt.
Bei Harestad haben wir die E39 dann verlassen. Auf den Stadtrummel hatten wir heute noch keine Lust und nach den zwei unruhigen Nächten wollten wir noch eine Nacht Erholung haben. Über Park4Night haben wir einen Platz beim Randaberg Sykkelklubb gefunden. Wenn man von dem Parkplatz den Schotterweg weiter hoch fährt (durch das geöffnete Tor), gibt es ein Stück weiter oben noch einen kleineren Schotterparkplatz.

Hier wurden wir von einer kleinen Schafherde begrüßt. Ansonsten hatten wir (erst einmal) völlige Ruhe mit einem schönen Ausblick.

Wir machten es uns gemütlich und ließen den Nachmittag einfach dahin fliegen. Hin und wieder fuhr ein Fährschiff vorbei und die Schafe kamen „hallo“ sagen. Erst am frühen Abend kamen zunächst 2 Mädels mit nem normalen PKW. Sie haben sich Hängematten ein Stück weiter ab vom Parkplatz in die Bäume gehängt. Das haben wir auch nur durch Zufall bei einer späteren Geocaching-Bunker Tour entdeckt. Die Bunker waren komplett leer und es gab nur noch leere große Räume zu sehen. Die Eingänge waren relativ schwer zu erreichen. Etwas weiter hinten gab es noch eine Höhle. Diese stand allerdings unter Wasser sodass eine Besichtigung nicht möglich war.

Zurück am Wohnmobil ging es an die Essensvorbereitung. Zur Abwechslung gab es heute mal wieder Nudeln ;). Währenddessen fuhr ein weiterer Camper auf den Platz. Natürlich Deutsche. 2 junge Männer, die mit einem ausgebauten Bulli unterwegs waren. Auch sie wollten offensichtlich ihre Ruhe und stellten sich am anderen Ende des Platzes hin. Perfekt!

Es wurde schon dämmerig, wir lagen im Bett und lasen noch ein wenig, als mit viel Gerumpel ein weiterer Kastenwagen vorfuhr. Natürlich auch wieder Deutsche… Allerdings waren sie nicht ganz so auf Abstand bedacht und parkten direkt hinter unserem Heck, also unserem Bett, ein. 🙁 Das Auto quietschte ordentlich und wir waren uns nicht sicher, ob sie nicht evtl. schon unseren Fahrradträger schrotteten. Also ging es noch einmal vor die Tür zum Nachsehen. Ein freundlicher Hinweis über die Lautstärke brachte ihn leider auch nicht dazu, sich einen anderen Platz zu suchen und so hörten wir, nachdem er es endlich geschafft hatte, einzuparken, immer wieder das Öffnen und Schließen der Schiebetür. Nervig! Irgendwann kehrte dann zum Glück Ruhe ein und wir verabschiedeten uns in das Land der Träume.